Auf Facebook:

Hitzige Sprüche unter dem Namen der Landtagschefin

Der Streit um den von CDU und SPD verhinderten Wahl-O-Mat in Mecklenburg-Vorpommern ist auf bizarre Art und Weise eskaliert.

Laut Sylvia Bretschneider hat sich jemand einen schlechten Scherz erlaubt.
Jens Büttner/Archiv Laut Sylvia Bretschneider hat sich jemand einen schlechten Scherz erlaubt.

Beleidigt und verhöhnt Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) andere Nutzer auf Facebook und Twitter? Oder segelt dort jemand unter falscher Flagge und gibt sich als die Spitzenpolitikerin aus? Leser Steffen Mangold jedenfalls konnte nicht glauben, was er auf der Facebook-Seite der Landes-SPD als Antwort erhielt. Dort hatte er sich zuvor beschwert, dass SPD und CDU die Einführung eines Wahl-O-Mats in MV verhindern. Deshalb wolle er lieber links von der SPD wählen.

Die angebliche Antwort Bretschneiders, garniert mit ihrem Wahlkampf-Foto: „Welch ein Schwindel, Du wählst doch sowieso die Truppe, die den größten Schwachsinn plakatiert, zusammen mit den Rechtsextremisten, also hetz hier nicht unqualifiziert rum, lies lieber mal Wahlprogramme, aber das ist wohl zu viel verlangt!“ Empört über diesen Ton wandte sich Leser Steffen Mangold daraufhin an die Presse.

Bislang habe es so etwas nicht gegeben

In der Geschäftsstelle der Landes-SPD wusste man von der ganzen Geschichte bis zum Anruf des Nordkurier nichts. „Es handelt sich um einen unbefugten Zugriff“, sagte Landesgeschäftsführer Marcus Unbenannt nach einer ersten Prüfung. So etwas sei bislang noch nicht vorgekommen. Bretschneider selbst hatte sich da inzwischen per Mail an Leser Steffen Mangold gewandt: „Sehr geehrter Herr Mangold, Ich habe Ihre Mail gelesen, tut mir sehr leid, aber da hat sich jemand wohl einen schlechten Scherz erlaubt. Ich werde umgehend meine Zugangsdaten überprüfen und ändern“, so die echte Landtagspräsidentin.

Nun überlegt Bretschneider, ob sie Anzeige stellt. Doch vom Erfolg ist sie nicht überzeugt. Leser Mangold glaubt der Landtagschefin nicht: „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sowohl das Twitter- als auch der Facebook-Konto geknackt wurde“, meint er.

Kommentare (3)

Dies könnte man dieser Landtagspräsidentin schon zutrauen.Ihre Art und Weise mit politischen Gegnern umzugehen ist schon unter aller Sau.Selbst Gerichte mußten schon erkennen das sie politisch nicht neutral ist und das sie damit gegen die Landesverfassung verstößt.

Als Landtagspräsidentin muss man nicht mit Gestik, Mimik und Zwischenrufen bei Wahlveranstaltungen andere Kandidaten versuchen schlecht zu machen. So erlebt beim Wählerforum des NK im Hotel am Ring NB.

eigentlich eine Strafanzeige gegen unbekannt gestellt? Vielleicht ist es ihr auch egal wenn ihr Account gehackt wurde und jemand in ihren Namen antwortet. Sie bezeichnet diese Aktion auch nur als schlechten Scherz, das denke ich bei vielen ihrer Aktionen auch.