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Hotels an der Ostsee werben mit falschen Sternen

Bei einem Hotel-Test fand das Magazin "Umschau" heraus, dass Gästehäuser auf der Internetseite gern mit Sternen werben - aber diese gar nicht oder nicht mehr besitzen.

Manche Hotels an der Ostseeküste tricksen, um ihre Zimmer voll zu bekommen.
Özcan Sen - electriceye Manche Hotels an der Ostseeküste tricksen, um ihre Zimmer voll zu bekommen.

An der ostdeutschen Ostseeküste werben Hotels häufig mit falschen Sternen. Das fand das MDR-Magazin „Umschau“ nach eigenen Angaben bei einem Test von 100 Hotels in Mecklenburg-Vorpommern heraus. Auffällig sei gewesen, dass elf dieser Gästehäuser vor allem auf ihren Internetseiten mit Sternen warben, die sie nicht oder nicht mehr besitzen, teilte der Sender am Donnerstag mit. Dies sei irreführend. „Die Gäste orientieren sich daran. Und das ist etwas ganz Bedeutsames, weil die Hotelsterne für sie ein wichtiger Maßstab sind“, zitiert der MDR den Schweriner Tourismusprofessor Gerald Wetzel.

Die Klassifizierung mit ein bis fünf Hotelsternen nimmt laut MDR der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) nach festen Kriterien vor. Wie Dehoga-Landesgeschäftsführer Matthias Dettmann sagte, geht der Verband Hinweisen auf unlautere Werbung rasch nach. „Wir wollen diese Markenrechte vor Missbrauch schützen.

Vier falsche Sterne-Häuser überprüfte der MDR für die Sendung: die Greifswalder Hotels "Am Dom" und "Kronprinz", die "Villa Schwanebeck" in Binz auf Rügen und der "Norddeutsche Hof" in Stralsund. Die beiden Greifswalder Hotels lassen sich gerade neu durch den Dehoga zertifizieren, während der "Norddeutsche Hof" seit Jahren keine offiziellen Sterne mehr bekam. In Binz werben die Inhaber mit drei Seesternen, die nicht vom Verband anerkannt werden.