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Hunderte Bahnreisende haben Verspätung

Zwei Wildunfälle auf MVs Schienen haben die Geduld von Reisenden auf die Probe gestellt. Beide Züge konnten nach den Zusammenstößen nicht mehr weiterfahren.

Am häufigsten stoßen Züge mit Wildschweinen und Rehen zusammen.
Roland Weihrauch/Archiv Am häufigsten stoßen Züge mit Wildschweinen und Rehen zusammen.

Wegen zwei Wildunfällen auf Bahnstrecken sind Hunderte Bahnreisende in Mecklenburg-Vorpommern verspätet an ihr Ziel gelangt. Am Donnerstagabend stieß der Eurocity Prag-Hamburg zwischen Hagenow-Land und Pritzier mit einem Hirsch zusammen, teilte die Deutsche Bahn AG am Freitag auf Anfrage mit. Zuvor hatten Medien darüber berichtet. Wegen der Zwangsbremsung habe der Zug nicht aus eigener Kraft weiterfahren können. Die 240 Fahrgäste seien mit Hilfe der Feuerwehr in einen ICE umgestiegen, der seine Fahrt mit eineinhalb Stunden Verspätung fortsetzte.

Zuvor war laut Bahn AG ein Regionalexpress auf der Fahrt nach Hamburg zwischen Warnow und Blankenberg mit einem Reh kollidiert. Auch dieser Zug konnte wegen einer zerstörten Hauptluftleitung nicht weiterfahren. Die 75 Reisenden stiegen in einen Regionalexpress nach Lübeck um. Bei beiden Unfällen kamen nach Angaben der Bahn keine Passagiere zu Schaden.

Wildunfälle sind einer Bahn-Sprecherin im Nordosten Deutschlands zufolge häufig, aber selten hätten sie so große Auswirkungen. 2016 seien 289 Unfälle in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg gezählt worden. Am häufigsten stießen Züge mit Wildschweinen und Rehen zusammen.