Sechste Bio-Landpartie:

Im Hullerbusch grast noch das pommersche Landschaf

Am Sonnabend startet die sechste Bio-Landpartie in Mecklenburg Vorpommern. Viele Bio-Höfe öffnen ihre Türen für Besucher.

Seit 2009 führen Jakob und Josephine Hermühlen den Familienbetrieb.
             
Anne-Marie Maaß Seit 2009 führen Jakob und Josephine Hermühlen den Familienbetrieb.  

Bereits zum sechsten Mal startet am Wochenende auf 37 Höfen im Land die Bio-Landpartie. 2008 wurde das Projekt vom BUND-Landesverband MV und den Betrieben gemeinsam entwickelt, erklärt Koordinator Burkhard Roloff. Dabei machen von Jahr zu Jahr mehr Höfe mit. 2008 startete die Präsentation des Biolandbaus im Land mit elf Betrieben. Bei der Bio-Landpartie öffnen alteingesessene und junge Bio-Höfe ihre Türen für Besucher. Mit dabei unter den zumeist  kleinen und mittleren Landwirtschaften seien auch viele bäuerliche Familienbetriebe, sagt Roloff.

Zum dritten Mal nimmt die Schäferei Hullerbusch an der Bio-Landpartie teil.  Seit 1991 hält die Familie Hermühlen mitten in der Feldberger Seenlandschaft Schafe.  Auf den Wiesen im Hullerbusch und nahe dem kleinen Dorf Carwitz grasen 350 Mutterschafe und je nach Jahreszeit rund 400 Lämmer.

Ein Familienbetrieb mit vier Mitarbeitern

Im Sommer grasen die Herden auf der Weide und auch das Heu für den Winter und das Getreide stammen aus eigenem Anbau. Schon der Vater wirtschaftete ökologisch. "Das ist ideell bedingt", sagt Jakob Hermühlen. der gelernte Tischler kümmert sich um die anfallenden landwirtschaftlichen Arbeiten. Im Sommer ist die Schäferei ein Vier-Mann-Betrieb. Seine Schwester Josephine versorgt als ausgebildete Schäferin die Tiere.

Fleisch, Wolle und Landschaftspflege

Dabei werden im Hullerbusch keine reinen Fleischschafe gehalten. Das Rauwollige Pommersche Landschaf steht hier auf der Wiese - eine alt-deutsche Rasse. "Früher war die Rasse im Nord-Osten weit verbreitet", erklärt der 27-Jährige. Mittlerweile sei die Verbreitung jedoch stark zurückgegangen, die Rasse stehe sogar auf der Liste der bedrohten Nutztierarten. "Sie kommen mit dem Futter hier einfach besser klar und eignen sich gut zur Landschaftspflege", erklärt Hermühlen. Ein klarer Auftrag für die Schäferei, wofür sie auch Fördermittel bekommen.

www.bund-mecklenburg-vorpommern.de

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