Wettbewerb der Forstwirte:

Im Wald den Traumberuf gefunden

Präzisionsschnitt und Pflanzenbestimmung haben ihn aus MV nach Bayern gebracht. Philipp Voigtländer ist bester Nachwuchs-Forstwirt und durfte sein Können beim Bundeswettbewerb zeigen. Eines Tages will er für einen eigenen Forst verantwortlich sein.

Philipp Voigtländer (links) zusammen mit seinen Kollegen beim Sammeln von Eicheln im Wald bei Rothemühl.
Anja Rau Philipp Voigtländer (links) zusammen mit seinen Kollegen beim Sammeln von Eicheln im Wald bei Rothemühl.

Sie knien im Wald kurz vor Rothemühl und wühlen sich durch den Boden. Ihre Eimer stehen neben ihnen, einige schon gut gefüllt mit Eicheln. Es ist Sammelzeit im ausgewiesenen Saatgutbestand des Reviers Löcknitz. Die Eicheln werden zur Pflanzung neuer Bäume gebraucht. Unter den jungen Sammlern ist auch Philipp Voigtländer.

Der 23-Jährige hat in diesem Jahr nicht nur im heimischen Wald Erfahrungen gesammelt. Er ist auch im Wettkampf seinen Forst-­Kollegen gegenüber getreten. Alle zwei Jahre gibt es den Berufswettbewerb der deutschen Landjugend für Forst-, Land- und Tierwirte, sowie die Bereiche Weinanbau und Hauswirtschaft. Beim Landeswettbewerb blühte der gebürtige Seelübber so richtig auf. Sowohl in der Berufstheorie also auch in der Praxis sammelte er viele Punkte. „Die ersten beiden durften zum Bundeswettbewerb nach Schwarzenau in Bayern“, erklärt Voigtländer. Und genau dahin ging es für den Forstwirt-Azubi nur eine Woche später.

Was ihm am meisten Spaß bereitet, kann der 23-Jährige gar nicht sagen. Es sei die Vielfalt, die den Beruf ausmacht. Dass er auch im kalten Winter raus muss, schockt ihn nicht. Im Gegenteil:  „Im Winter arbeitet es sich am besten. Da ist es bei der anstrengenden Arbeit wenigstens nicht so warm.“ Jetzt ist er sich sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben: „Ich wollte immer in der Natur arbeiten. Forstwirtschaft ist genau mein Ding.“

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