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Imagewerbung für die Landwirtschaft

Ansichten und Ansprüche klaffen beim Thema Agrarwirtschaft oft weit auseinander. Wie die Wirklichkeit aussieht, das wollen Landwirte beim "Tag des offenen Hofes" ihren Besuchern zeigen.

Beim "Tag des offenen Hofes" ist ein Blick hinter die Kulissen landwirtschaftlicher Betriebe möglich.
Bernd Wüstneck Beim "Tag des offenen Hofes" ist ein Blick hinter die Kulissen landwirtschaftlicher Betriebe möglich.

20 Agrarunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern öffnen am Sonntag (10 Uhr) ihre Tore für Besucher. Die Betriebe beteiligen sich am "Tag des offenen Hofes", den Agrarministerium und Bauernverband alle zwei Jahre veranstalten. Den offiziellen Start gibt es in der Agrargenossenschaft Bartelshagen I südlich von Ribnitz-Damgarten. Weitere Firmen präsentieren sich unter anderem in Pripsleben, Lübs, Malchin oder in Retzow an der Müritz.

Landwirtschaft ist tragende ökonomische Säule

Nach Angaben von Bauernverbandspräsident Detlef Kurreck wollen die Landwirte den Tag nutzen, um Verbrauchern ihre Arbeit zu demonstrieren und gleichzeitig über die aktuell schwierige Situation zu informieren. Seit Monaten sorgen Preisverfall bei Milch und Schweinefleisch sowie bei Getreide für finanzielle Not in vielen Agrarbetrieben. Das hat angesichts niedriger Verbraucherpreise die Debatte um die vergleichsweise geringen Ausgaben der Deutschen für Lebensmittel neu belebt.

Agrarwirtschaft und Ernährungsgüterwirtschaft sind in Mecklenburg-Vorpommern tragende ökonomische Säulen. Nach Angaben von Agrarminister Till Backhaus (SPD) gibt es 4700 landwirtschaftliche Unternehmen im Nordosten, darunter 3000 familiengeführte Betriebe und knapp 160 Agrargenossenschaften. Fast 19 000 Menschen finden in der Landwirtschaft Arbeit.

Weitere Informationen zum "Tag des offenen Hofes" finden Sie hier.