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Immer mehr Menschen fürchten sich vor „Chemtrails“

Kohlendioxid, Ruß, Verbrennungsrückstände: Die Kondensstreifen von Flugzeugen sind nicht gerade umweltfreundlich. Die Anhänger der "Chemtrail"-Theorie befürchten, dass Flugzeugabgase krankmachen.

Kondensstreifen am Himmel entstehen, wenn die Abgase von Flugzeugtriebwerken auf kalte Luft treffen. „Chemtrail“-Anhänger vertreten dagegen eine andere Theorie.
Patrick Pleul Kondensstreifen am Himmel entstehen, wenn die Abgase von Flugzeugtriebwerken auf kalte Luft treffen. „Chemtrail“-Anhänger vertreten dagegen eine andere Theorie.

Am Himmel über Waren scheint etwas nicht zu stimmen. „Die Kondensstreifen der Flugzeuge lösen sich nicht mehr auf wie noch in meiner Kindheit“, berichtet eine Leserin des Nordkurier über ihre Beobachtungen. „Das konnte ich mir nicht erklären“, sagt die Frau, der das Phänomen vor zwei Jahren zum ersten Mal auffiel. „Manche Streifen wurden mit der Zeit sogar breiter.“

Mit ihrer Beobachtung steht die Warenerin nicht allein. Immer mehr Menschen wundern sich über auffällige Streifenmuster, milchige Schlieren und Karomuster am Firmament. Auf der Suche nach Antworten stoßen viele im Internet auf die sogenannte „Chemtrail“-Theorie. Deren Anhänger glauben, dass Flugzeuge neben ihren Abgasen auch chemische Substanzen in die Atmosphäre sprühen. So solle die Klimaerwärmung gestoppt werden, meinen sie.

Kondensstreifen halten sich lange in der Luft

Dominik Jung hält nichts von der Idee der „Chemtrails“. „Kondensstreifen entstehen durch Flugzeugabgase in einer Höhe von rund 10 000  Metern“, erklärt der Meteorologe des Wetterportals wetter. net. Wenn die Luft in dieser Höhe sehr feucht sei, könnten sich die Abgase der Jets nicht auflösen und blieben länger sichtbar, so der Wetterfachmann. „Über Satellitenaufnahmen konnten einzelne Spuren schon bis zu 16 Stunden beobachtet werden“, sagt er. Warum sind aber immer mehr der kreuz und quer verlaufenden Streifen zu sehen? „Das liegt einfach daran, dass der Flugverkehr in den letzten Jahren enorm zugenommen hat“, sagt Wetterexperte Jung.

Auch Jörg Kachelmann meldete sich zum Thema „Chemtrails“ zu Wort. Der ehemalige Wettermoderator der ARD drehte im Jahr 2011 mehrere Kurzfilme für die Videoplattform YouTube, in denen er die vergifteten Kondensstreifen als frei erfundene Angelegenheit bezeichnet.

Die „Chemtrail“-Jünger ficht so viel Kritik nicht an. Sie warnen vor den gesundheitlichen Gefahren, die durch das angebliche Sprühen von Stoffen wie Aluminium, Strontium und Barium entstünden. Harald Stegemann kann über solche Ideen nur staunen. „Das ist doch eine Verschwörungstheorie – wer soll diese Stoffe denn versprühen?“, fragt der Direktor des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG).

Kommentare (2)

Wer diese Stoffe versprüht? Hmmm, die Nato und das US-Militär versprüht diese Stoffe global. Das kann man recht gut mit einem Flugradar wie z.B. Flightradar 24 nachprüfen. Es handelt sich beim Großteil der Sprühflugzeuge um unmarkierte Militärmaschinen, die im öffentlich zugänglichen Flugradar nicht sichtbar sind. Ich habe das schon sehr häufig beobachten können, daß über unserem Haus um die 20 Chemtrails zu sehen waren und nicht EIN Flugzeug im Radar über meiner Heimatstadt sichbar war. Liebe Mitleser und Mitleserinnen, bitte lassen Sie sich bei einem Arzt/Schulmediziner oder Heilpraktiker auf die Schwer- und Leichtmetalle Aluminium, Barium und Strontium testen. Sie werden erstaunt sein!

... dass Sie nicht ohne Aluhut aus dem Haus gehen sollen wenn Sie danach solche Kommentare verzapfen? Oder lesen Sie einfach mal "Das Chemtrailhandbuch" von Jörg Lorenz der darin sehr gut diesen ganze Theorie als Hirngespinste entlarvt. Sie werden erstaunt sein!