Zahl sinkt auf Rekordniveau:

Immer weniger in MV ohne Arbeit

Seit der Wiedervereinigung gab es keinen Mai in Mecklenburg-Vorpommern, in dem nicht mindestens 80.000 Menschen arbeitslos waren. In diesem Jahr ist das allerdings anders.

Das Logo der Agentur für Arbeit, aufgenommen am 27.08.2014 in München (Bayern) (Aufnahme mit Zoomeffekt). Am 28.08.2014 werden in Nürnberg die Arbeitsmarktdaten für Bayern bekannt gegeben. Foto: Peter Kneffel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Peter Kneffel Das Logo der Agentur für Arbeit, aufgenommen am 27.08.2014 in München (Bayern) (Aufnahme mit Zoomeffekt). Am 28.08.2014 werden in Nürnberg die Arbeitsmarktdaten für Bayern bekannt gegeben. Foto: Peter Kneffel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ist im Mai erstmals in diesem Jahr unter die Zehn-Prozent-Marke gesunken. Aktuell sind 78.700 Menschen erwerbslos gemeldet, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Kiel mitteilte. Das seien 5500 weniger als im April. Die Erwerbslosenquote beträgt 9,5 Prozent nach 10,2 Prozent im April. Im Mai 2015 hatte die Quote bei 10 Prozent gelegen.

Die Unternehmen suchten weiter Personal, sagte die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann. Den Arbeitsvermittlern seien seit Jahresbeginn 20.400 offene Stellen gemeldet worden - 8,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. „Speziell im Gastgewerbe, im Handel, im Bereich Soziales und Gesundheit sowie im Baugewerbe werden Mitarbeiter gesucht“, sagte Haupt-Koopmann.

Die regionalen Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt sind weiterhin groß. Die niedrigste Arbeitslosigkeit von 6,6 Prozent wurde einmal mehr für den Landkreis Ludwigslust-Parchim gemeldet, die höchste für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 12,1 Prozent. Die kreisfreien Städte Schwerin und Rostock liegen mit 9,7 beziehungsweise 9,8 Prozent leicht über dem Landesdurchschnitt.

Unter den 78.700 Erwerbslosen sind den Angaben zufolge 6400 Ausländer. Das seien 2900 mehr als im Mai 2015, sagte Haupt-Koopmann. Dies sei eine Folge der Flüchtlingswelle im vergangenen Jahr.

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