Landkreis verfügt Haushaltssperre:

In Vorpommern-Greifswald wird der Geldhahn zugedreht

Der Kreis verzeichtet auf Investitionen und will somit mehr als drei Millionen Euro sparen. Denn der Schuldenberg ist nach wie vor beträchtlich.

Mehr als drei Millionen Euro sollen in Vorpommern-Greifswald durch die Haushaltssperre eingespart werden.
Armin Weigel Mehr als drei Millionen Euro sollen in Vorpommern-Greifswald durch die Haushaltssperre eingespart werden.

Der hochverschuldete Kreis Vorpommern-Greifswald hat eine Haushaltssperre für den Haushalt 2016 verfügt. Dadurch soll das Defizit von derzeit 13,2 auf 10,1 Millionen Euro reduziert werden. Wie der Finanzdezernent des Kreises Dietger Wille am Freitag in Greifswald sagte, will der Kreis bei Baumaßnahmen in kreiseigenen Liegenschaften, beim Unterhalt von Kreisstraßen, bei Zinsen und Personal sparen.

„Jammern war gestern“, sagte Wille, der erst seit vier Monaten im Amt ist. „Wir wollen Lösungen für die Zukunft finden.“ Am Dienstag hatte das Innenministerium den Haushalt des Kreises mit Auflagen genehmigt. Diese sahen Sparmaßnahmen in Höhe von 3,1 Millionen Euro vor.

Einsatz von Personal soll effizienter werden

Ziel sei, „möglichst bald“ einen ausgeglichenen Jahreshaushalt zu erreichen, sagte Wille. Der Kreis hatte über die vergangenen Jahre einen Schuldenberg von 155 Millionen Euro angehäuft. Um dem Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes näher zu kommen, müsse der Kreis weiter auf der Kostenbremse stehen und wirtschaftlich arbeiten.

Zudem mahnte Wille einen effizienten Personaleinsatz an. Gemeinden sollten unterstützt werden, um ihre Steuerkraft zu steigern. Dies nützte letztendlich über die Kreisumlage dem Kreis.