Studie:

Jeder dritte Rettungseinsatz ist unnötig

Laut einer Studie rufen zu viele Menschen einen Rettungswagen, obwohl es gar nicht nötig war. Neben falschen Einschätzungen der Gefahrensituation ist auch der Missbrauch immer ein Thema bei den Leitstellen.

Im Notfall muss es schnell gehen. Doch oftmals werden die Rettungsdienste gerufen, obwohl es nicht erforderlich gewesem wäre.
Arno Burgi Im Notfall muss es schnell gehen. Doch oftmals werden die Rettungsdienste gerufen, obwohl es nicht erforderlich gewesem wäre.

"Ein eingewachsener Zehennagel ist beim Notruf eindeutig falsch!" Achim Froitzheim, Kreissprecher von Vorpommern-Greifswald, findet es nicht gut, wenn die 112 in den falschen Momenten gerufen wird. Doch laut einer Studie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist jeder dritte Einsatz kein Notfall. "Aber lieber einmal zu viel, als zu wenig", meint da Paul Leidig, Rettungsdienstleiter des DRK-Kreisverbands Ostvorpommern. 

Ein Rettungsdienst wird dann zum Patienten geschickt, wenn der Disponent zur Überzeugung gelangt, dass dieser sich in einem akut lebensbedrohlichen Zustand befindet. Die drei häufigsten lebensgefährlichen Erkrankungen fallen dabei auf Herz-Kreislauf, Schlaganfälle und Atembeschwerden.

Beschwerden werden oft unklar geäußert

"Viele Patienten rufen an und können ihre Beschwerden nicht richtig definieren, bauschen auf oder reden es klein", weiß Dieter Schütz vom DRK. Die einen schneiden sich in den Finger und haben Angst zu verbluten. Andere hingegen sagen es sei nichts und wenn dann doch ein Familienmitglied oder Bekannter den Rettungsdienst alarmiert, dann ist schnelle Hilfe gefragt.

Neben falschen Einschätzungen der Leute kommt immer wieder mal Missbrauch der Notrufnummer auf, bestätigt auch der Leiter der Uckermärkische Rettungsdienstgesellschaft Andreas Linde. Doch das sei mittlerweile wieder seltener geworden.

 

 

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