Hilfen für Viehwirte:

Jeder fünfte Milchbetrieb in MV drosselt Milchproduktion

Zahlungen von der EU machen es möglich: Dank sogenannter Ausgleichszahlungen fahren Betriebe ihre Produktion zurück.

Mindestens 158 Betriebe werden ihre Produktion für drei Monate reduzieren.
Oliver Berg Mindestens 158 Betriebe werden ihre Produktion für drei Monate reduzieren.

Die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern drosseln die Milchproduktion, um den Preisverfall bei der Milch zu stoppen. Wie das Agrarministerium in Schwerin am Dienstag mitteilte, werden mindestens 158 Milchviehbetriebe des Landes im Rahmen des EU-Beihilfeprogramms ihre Produktion für drei Monate reduzieren.

Damit kämen 24,7 Millionen Kilogramm Milch weniger auf den Markt, die Bauern erhielten Ausgleichszahlungen. Laut Ministerium entspricht das einer Mengenreduzierung um 1,5 Prozent.

Im Vorjahr hatten die Landwirte im Nordosten 1,7 Milliarden Kilogramm Milch geliefert. Große Milchmengen und anhaltende Absatzprobleme für Milchprodukte in Russland und Fernost hatte zu einem massiven Preisverfall geführt.

Im Juni lag der Erzeugerpreis für ein Kilo Rohmilch bei rund 23 Cent, kostendeckend wären laut Bauernverband je nach Region 30 bis 35 Cent.

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