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Jubel! Zukunftspreis geht an Lupinenhersteller der Region

Was im Nordosten schon lange getüftelt wird, könnte jetzt in ganz Deutschland bekannt werden – Eiweiß aus Lupinen. Diese Entwicklung wurde jetzt mit einem Preis versüßt.

Die Geschäftsführerin der Prolupin GmbH, Katrin Petersen, begeistert mit ihrer Idee deutschlandweit. Foto: Stefan Sauer
Stefan Sauer Die Geschäftsführerin der Prolupin GmbH, Katrin Petersen, begeistert mit ihrer Idee deutschlandweit. Foto: Stefan Sauer

Veganer und Vegetarier dürften sich freuen: Pflanzeneiweiß aus der heimischen Lupine könnte zur Alternative für Fleisch, Milch, aber auch für Soja werden. Für ihr Verfahren, bitteres Lupineneiweiß schmackhaft zu machen, haben Forscher aus Mecklenburg-Vorpommern und Bayern den Deutschen Zukunftspreis 2014 erhalten. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte die mit 250 000 Euro dotierte Auszeichnung in Berlin.

„Wir hatten nicht damit gerechnet, zu gewinnen, und sind jetzt superglücklich“, sagte Peter Eisner vom Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising. „Wir arbeiten an dem Verfahren seit 1989 und hatten vor sechs Jahren einen Punkt, an dem wir die Idee fast begraben hätten.“

Gemeinsam mit seinen Kollegen aus MV von der Prolupin GmbH gab er jedoch nicht auf. Die Verfahren zur Herstellung des Lupinen-Eiweißes hatte Prolupin seit Anfang 2011 in Neubrandenburg erprobt und weiterentwickelt. Zum Start der industriellen Produktion war das Unternehmen im Sommer 2013 nach Grimmen umgezogen.

Und so gelang der Plan von Eisner und Co. doch noch, vegetarische und vegane Lebensmittel auf Basis der in Mitteleuropa heimischen Blauen Süßlupine zu entwickeln. Zielgruppe: Allergiker, Cholesterinbewusste, aber auch Veganer oder Vegetarier, denen Soja zu bitter und muffig schmeckt.