Licht und Schatten in der Unfallstatistik:

Junge Autofahrer bleiben im Visier der Polizei

Weniger Verkehrstote, sinkende Unfallzahlen - die Bilanz der Polizei für das erste Halbjahr 2013 wartet mit guten Nachrichten auf. Gerade Fahranfänger bleiben aber besonders gefährdet.

Drei Stunden war die Straße zwischen Bargensdorf und Burg Stargard (Mecklenburger Seenplatte) am Freitag gesperrt, weil der Anhänger eines Traktors ins Schlingern geraten und schließlich umgekippt war. 17 Tonnen Maisschnipsel ergossen sich auf die Straße.             
Gerhard Rosenfeld Drei Stunden war die Straße zwischen Bargensdorf und Burg Stargard (Mecklenburger Seenplatte) am Freitag gesperrt, weil der Anhänger eines Traktors ins Schlingern geraten und schließlich umgekippt war. 17 Tonnen Maisschnipsel ergossen sich auf die Straße.  

Die Zahl der Unfalltoten sinkt, das Hauptaugenmerk der Sicherheitsbehörden liegt weiter auf den jugendlichen Verkehrsteilnehmern. So könnte sie lauten, die Bilanz der Verkehrsunfallstatistik, die unserer Zeitung in Auszügen vorliegt. Demnach starben im ersten Halbjahr dieses Jahres zwar 29 Menschen auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns, das sind jedoch elf Personen weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ein Rückgang um 27,5 Prozent. Zeiten, in denen wie im Jahr 2011 insgesamt 148 Menschen auf den Straßen des Landes bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, scheinen damit überwunden.

Aus Sicht der Polizei und des zuständigen Innenministeriums gibt der rückläufige Trend jedoch keinen Anlass zur Entwarnung. „Wir werden den Kontrolldruck auf Raser sowie Alkohol- und Drogensünder weiterhin sehr hoch halten, um so folgenschweren Unfällen entgegenzuwirken“, erklärte Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU). Dabei setze die Landespolizei auf Anhaltekontrollen, durch die nicht nur die Verstöße festgestellt werden, sondern auch andere Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.

Deutschlandweit fast 1500 Tote auf den Straßen

Besonderes Augenmerk werde weiterhin auf die Gruppe der jugendlichen Verkehrsteilnehmer und Fahranfänger gelegt. Ihr Anteil am Unfallgeschehen übersteigt den Anteil der Jugendlichen an der Gesamtbevölkerung seit Jahren deutlich, meist um rund das Doppelte. „Dieser Altersgruppe widmen wir deshalb die größte Aufmerksamkeit“, sagt Caffier. Um auch sie auf die sichere Spur zu bringen, sei Kooperation das Mittel der Wahl. Umgesetzt wird dies beispielsweise durch das Präventionsprojekt „Crash-Kurs“. Den Jugendlichen werden bei diesem Projekt ungeschminkt die Folgen schwerer Verkehrsunfälle von Altersgenossen verdeutlicht. Caffier freue sich zwar über den Trend in der Unfallstatistik, betont jedoch, dass ein weiterhin hoher Personalaufwand zur Verkehrssicherheitsarbeit unverzichtbar sei.

Deutschlandweit kamen von Januar bis Juni 2013 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf den Straßen 1454 Menschen ums Leben. Das waren 239 Menschen oder 14,1 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch die Zahl der Verletzten bei Straßenverkehrsunfällen sank im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr bundesweit deutlich um 8,8 Prozent auf etwa 167 700.

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