Nichts geht mehr:

Kälte legt zahlreiche Diesel-Fahrzeuge lahm

Nichts ging mehr für zahlreiche Autofahrer – und das zum Start in die erste Arbeitswoche des Jahres. Aufgrund der niedrigen Temperaturen mussten Abschlepp-Unternehmen und der ADAC Sonderschichten schieben. Doch nicht nur Pkw waren betroffen.

Eisige Temperaturen bedeuten Sonderschichten für den ADAC.
Bernd Wüstneck Eisige Temperaturen bedeuten Sonderschichten für den ADAC.

Eiskalt hat das Wetter nicht nur zu dünn bekleidete Fußgänger, sondern auch viele Autofahrer erwischt. Temperaturen von bis zu dreizehn Grad Minus legten vor allem zahlreiche Diesel-Motoren lahm. Seit Beginn der Frostperiode am Wochenende häufen sich die Fälle, bei denen Autos nicht mehr starten. Das Neubrandenburger Abschlepp-Unternehmen Neumann verzeichnet seitdem täglich bis zu 60 Notrufe. Auch beim ADAC steht das Telefon nicht mehr still. Am Sonntag mussten die Gelben Engel allein in Mecklenburg-Vorpommern rund 1500 Mal ausrücken. In Brandenburg waren es knapp 1000 Einsätze. Am Montag wurden die Zahlen noch getoppt. „Wir hatten es größtenteils mit älteren und zu schwachen Batterien zu tun, weshalb die Autos nicht starteten“, sagt Carsten Willms, Leiter des Bereichs Technik und Verkehr beim ADAC.

Es traf auch zwei Busse der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG), die den ÖPNV in zwei Dritteln des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte absichert. „In Altentreptow und Dewitz sind zwei Busse eingefroren“, sagte MVVG-Geschäftsführer Torsten Grahn. Die Reservebusse seien aber schnell vor Ort gewesen, um den Schülerverkehr abzusichern. Normalerweise dürfte der Winterdiesel, der ab Oktober an den Tankstellen vorrätig ist, erst ab minus 22 Grad einfrieren. Benzin gefriert dagegen erst ab minus 45 Grad Celsius.

 

 

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