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Kaserne Basepohl: Soldaten gehen, Flüchtlinge kommen

In Basepohl sind die letzten Soldaten abgezogen. Die nächsten Nutzer stehen vor den Grenzen der EU: In der Kaserne und einer weiteren sollen zunächst Flüchtlinge untergebracht werden.

Der letzte Konvoi von Bundeswehrfahrzeugen verließ am Mittwoch die Kaserne in Basepohl bei Stavenhagen.
Bernd Wüstneck Der letzte Konvoi von Bundeswehrfahrzeugen verließ am Mittwoch die Kaserne in Basepohl bei Stavenhagen.

In der Kaserne "Mecklenburgische Schweiz" in Basepohl (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) ist am Mittwoch eine Ära zu Ende gegangen. Die letzten Soldaten verließen symbolisch mit einem Lastwagenkonvoi das Militärgelände, auf dem künftig Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Die Kaserne bei Stavenhagen geht nach 41 Jahren an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über, die zum Bundesfinanzministerium gehört, wie ein Sprecher des Landeskommandos der Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern sagte. Der Bund stellt den Unterkunftsteil der Kaserne dem Land Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Bis Freitag sollen für die Flüchtlingsunterbringung noch Zäune auf dem Gelände versetzt und Unterkünfte hergerichtet werden.

Das Schweriner Innenministerium, das in Basepohl im Herbst zeitweise Notunterkünfte für Flüchtlinge betrieben hatte, will die Kaserne - je nach Bedarf - als landeseigene Unterkunft nutzen. Mit Zustimmung des Bundesamtes für Migration könnte hier in den nächsten Wochen die dritte Erstaufnahmeeinrichtung in Mecklenburg-Vorpommern entstehen. Geplant sind Plätze für 750 bis maximal 1400 Flüchtlinge. Bisher gibt es in Westmecklenburg zwei Lager für  Erstaufnahmen, wo Flüchtlinge erfasst, untersucht und eingestuft werden.

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