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Kassen zahlen mehr

Die häuslichen Krankenpflegedienste in Mecklenburg-Vorpommern erhalten höhere Vergütungen - allerdings erst unter Vorbehalt.

Die häuslichen Krankenpflegedienste in Mecklenburg-Vorpommern erhalten von den Krankenkassen ab sofort mehr Geld.
Christian Charisius Die häuslichen Krankenpflegedienste in Mecklenburg-Vorpommern erhalten von den Krankenkassen ab sofort mehr Geld.

Die häuslichen Krankenpflegedienste in Mecklenburg-Vorpommern erhalten von den Krankenkassen ab sofort mehr Geld. Die Vergütungen für die 185 Krankenpflegedienste der Freien Wohlfahrtspflege sollen vom 1. Oktober an um 4 Prozent und vom 1. Januar 2014 an um weitere 1,3 Prozent steigen, heißt es in einem Vereinbarungsentwurf. Wie die LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege und die beteiligten Krankenkassen am Montag mitteilten, sollen dann vom 1. Juli 2014 an noch einmal 4 Prozent mehr gezahlt werden. Die Vergütungserhöhung sei erstmals an die Zahlung von Mindestentgelten (Arbeitnehmer-Jahresbruttogehälter) gebunden. Diese orientieren sich an den Lohnuntergrenzen verschiedener im Land üblicher Tarife.

Auch für die privaten Krankenpflegedienste gibt es bereits eine Einigung, wie der Landesbeauftragte des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste, Sven Wolfgram, der dpa sagte. Der einzige Unterschied zu den Diensten der Freien Wohlfahrtspflege sei eine Anhebung der Vergütung bis zum Jahresende um nur 3 Prozent. Das hänge mit einer unterschiedlichen Vergütungsstruktur zusammen. "Ab 1. Januar erhalten alle Pflegedienste im Land eine einheitliche Vergütung, um höhere Löhne zahlen zu können", sagte Wolfgram. Um Fachkräfte halten zu können, dürfe man keine Unterschiede zulassen. Von den 468 Pflegediensten im Land sind 283 privat.

Wie der zuständige Fachbereichsleiter vom Diakonischen Werk, Helmut Schapper, sagte, soll nach der vorläufigen Regelung die Leitung eines Pflegedienstes ein Jahresbruttogehalt von 27 718 Euro ohne Urlaubsgeld und Zuschläge erhalten. Eine Fachkraft bekomme 21 275 Euro. Die Übergangsregelung gelte, bis ein Gutachten für die häusliche Krankenpflege vorliegt.