Experten entwarnen:

Keine eingeschleppten Krankheiten durch Flüchtlinge

Immer wieder gibt es Ängste, dass mit den Flüchtlingen auch Krankheiten wie Tuberkulose eingeschleppt werden. Was ist dran?

Der zweijährige Ubaid Diab aus Damaskus (Syrien) wird in Berlin unter anderem gegen Mumps und Masern geimpft.
Kay Nietfeld Der zweijährige Ubaid Diab aus Damaskus (Syrien) wird in Berlin unter anderem gegen Mumps und Masern geimpft.

Mit der geheimnisvollen Krankheit Tuberkulose wird immer wieder versucht, Stimmung zu machen, wenn es um das Thema Flüchtlinge und Krankheiten geht. Es gehe um den Schutz der deutschen Bevölkerung.

Der ist auf jeden Fall gewährleistet, erklärten die beiden Sozialministerien der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Und: Die Medizinischen Kapazitäten seien derzeit ausreichend, um alle Flüchtlinge vor der Einreise gründlich zu untersuchen. „Alle Flüchtlinge werden untersucht – auch auf TBC.

Weniger Fälle als im Vorjahr

Es erfolgt die übliche Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln sowie eine Mehrfachschutzimpfung gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Keuchhusten“, sagte Christian Moeller, Ministeriumssprecher in MV. Eine Häufung von TBC-Fällen sei derzeit nicht feststellbar, so Moeller.

Im Gegenteil: Bis 13. Oktober seien in MV 40 Tuberkulose-Fälle registriert worden, 2014 seien es im Vergleichszeitraum trotz deutlich geringerer Flüchtlingszahlen 50 Fälle gewesen. Bei über der Hälfte der Erkrankten handele es sich um in Deutschland Geborene.

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