Es geht auch ohne Zwang:

Keine Impfpflicht im Nordosten

Nach dem Masern-Ausbruch in Berlin wird auch in MV über das Thema diskutiert. Dabei ist das Land hier schon vorbildlich.

Dieser Pieks wird in Mecklenburg-Vorpommern nicht zur Pflicht werden.
Fredrik von Erichsen Dieser Pieks wird in Mecklenburg-Vorpommern nicht zur Pflicht werden.

Mecklenburg-Vorpommern wird keine landesweite Impfpflicht einführen. Das stellte Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) am Mittwoch im Landtag klar. „Mecklenburg-Vorpommern ist ein impffreudiges Land“, sagte sie. Der Nordosten und Brandenburg seien die beiden einzigen Bundesländer, in denen 95 Prozent der Erstklässler gegen Masern geimpft sind. Das sei der Wert, der für die Eliminierung dieser hochansteckenden Viruserkrankung nötig ist. Auch bei anderen Impfungen liege das Land auf vorderen Plätzen.

Fortbildung für Ärzte Pflicht

Die Regierung arbeite ständig daran, die Impfbereitschaft hoch zu halten. So beteilige sich das Land mit 100 000 Euro pro Jahr an den Kosten für Impfstoffe, die in den Gesundheitsämtern verabreicht werden. Die Ärzte müssten sich alle fünf Jahre in Sachen Impfungen fortbilden. „Sie sind stets auf dem neuesten Stand der Wissenschaft“, sagte Hesse.

Für eine weitere Erhöhung des Schutzes der Bevölkerung vor ansteckenden Krankheiten wäre Hesse zufolge nur eine bundesweite Regelung sinnvoll. Vor allem in den alten Bundesländern gibt es Impflücken. Eine Impfpflicht lehne der Bund aber ab, sagte Hesse – auch weil sich die Frage stelle, mit welchen Sanktionen gegen Impfverweigerer vorgegangen werden solle. Und das Recht auf körperliche Unversehrtheit umfasse eben auch das Recht, sich nicht impfen zu lassen.

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