Mehr als 1900 Menschen warten auf Weiterreise:

Keine Kapazitäten mehr für Transitflüchtlinge in Rostock

Derzeit warten mehr als 1900 Flüchtlinge in Rostock auf ihre Weiterreise nach Schweden. "Wer jetzt noch kommt, findet keinen Unterschlupf mehr", sagt Rostocks Stadtsprecher.

Jens Büttner Die Flüchtlinge wollen mit den Fähren von Rostock aus weiter nach Schweden reisen.

In der Nacht zum Samstag hat die Stadt Rostock weitere 400 Transitflüchtlinge nach Schweden aufgenommen. Bis Freitagabend waren es bereits 1500 Menschen gewesen. Damit sind es jetzt mehr als 1900. "Das ist bisher der absolute Höchststand, sagte Stadtsprecher Ulrich Kunze am Samstag. Die Kapazitätsgrenze sei erreicht. "Wer jetzt noch hierherkommt, findet keinen Unterschlupf mehr und muss tagelang auf Weiterreise warten", erklärte Kunze. Denn im Rostocker Überseehafen stehen für die Überfahrten ins schwedische Trelleborg nur maximal 450 Fährtickets pro Tag zur Verfügung. Am Sonntag seien es vermutlich noch weniger. Mit jedem Zug aus Hamburg kämen aber im Zwei-Stunden-Takt neue Flüchtlinge. "Wir sind relativ ratlos, wie wir das bewältigen sollen", sagte der Sprecher. Eine kurzfristige Eröffnung weiterer Notunterkünfte sei nicht möglich, da die Betreuung nicht mehr abgesichert werden könne. In einer Verwaltungsstabsitzung am Samstag sollte über die derzeitige Lage beraten werden.

Nach Angaben des Stadtsprechers war die Hansestadt Rostock seit dem 8. September Zwischenstation für schätzungsweise 26 000 Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Skandinavien.

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