In Bützow sichergestellt:

Kiloweise Drogen und Waffenarsenal

Er war ruhig und unauffällig, doch in seiner Wohnung hortete ein 22-Jähriger aus Bützow eine große Menge Drogen und viele scharfe Waffen. Sogar eine selbst gebastelte Armbrust fand die Polizei.

Auf einer Pressekonferenz präsentiert die Polizei in Rostock Drogen und Waffen, die bei einem 22-jährigen Mann in Bützow sichergestellt wurden.
Bernd Wüstneck Auf einer Pressekonferenz präsentiert die Polizei in Rostock Drogen und Waffen, die bei einem 22-jährigen Mann in Bützow sichergestellt wurden.

Drogen im Kilogrammbereich und mehrere scharfe Waffen hat die Polizei bei einem 22-jährigen Mann in Bützow sichergestellt. Wie der Leiter des Rostocker Drogenkommissariats, Olaf Seidlitz, am Freitag berichtete, handele es um rund zwei Kilo Marihuana und zwei Kilo sogenannter Zauberpilze sowie verschiedene andere Drogen wie Kokain, LSD oder Amphetamine. Außerdem wurden zwei Pistolen, Gewehre, große Mengen Munition sowie ein Patronengurt für ein Maschinengewehr gefunden. Sogar eine - wahrscheinlich selbst gebastelte - Armbrust war dabei.

Verdächtiger schweigt

Der Mann, der bereits in den vergangenen drei Jahren einschlägig aufgefallen war, befinde sich in Untersuchungshaft, er habe noch keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen. Es würde auch untersucht, ob die Waffen schon bei früheren Straftaten benutzt wurden.

„Wie in einem Kaufmannsladen“

Wie Seidlitz weiter berichtete, wurde gegen den Mann schon seit Mai ermittelt. Es habe Hinweise gegeben, dass er in Bützow und Umgebung mit Drogen in großer Menge gehandelt habe. Der unauffällige, arbeitslose Mann habe in einer kleinen Wohnung in einem Bützower Plattenbau gewohnt. Dort seien die Beamten auf ein Sammelsurium von Waffen und Drogen gestoßen. „Es war wie in einem Kaufmannsladen.“

Wie der Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Rostock, Peter Mainka, sagte, habe die Polizei in diesem Jahr schon Drogen in Mengen wie seit Jahren nicht mehr sichergestellt. Auch der Fund in Bützow war „ein bisschen mehr als gewöhnlich“.

Keine Spezialeinsatzkräfte

Die Polizeiaktion in Bützow sei bereits am vergangenen Freitag über die Bühne gegangen - ohne die Hilfe von Spezialeinsatzkräften, wie Mainka betonte. Nach den langen Ermittlungen seien die Umstände weitgehend bekanntgewesen. „Da muss man wegen solcher Sachen nicht unbedingt Leute holen, die die Tür eintreten, rein marschieren und Leute plattmachen“, sagte er.

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