Hanse Sail:

Knappe Parkplätze, fehlender Nachschub an Ständen

Die Hanse Sail ist das größte Fest Mecklenburg-Vorpommerns. Die vergangenen Jahre haben oft gezeigt, dass Veranstaltungen dieser Größenordnung extrem vom Wetter abhängig sind. Trotz der Probleme mit der Versorgung sind die Organisatoren sehr zufrieden.

Der Chef der Hanse Sail in Rostock, Holger Bellgardt, hat zum Abschluss des viertägigen Treffens von 215 Traditions- und Museumsschiffen ein positives Fazit gezogen. „Die Veranstaltung war eine wirklich große“, sagte Bellgardt am Sonntag. „Diese Schiffe haben weiter eine ungeheure Anziehungskraft.“ Die angestrebte Zahl von einer Million Besucher sei erreicht worden.

Auch das Wetter habe meist mitgespielt. Die Besucher und Mitfahrer ließen sich nicht von den seltenen, teilweise aber heftigen Schauern beeindrucken, berichtete Bellgardt. Am Samstag seien viele Menschen gerührt gewesen beim Anblick der Schiffe auf der Ostsee, als diese bei schwachem Wind für lange Zeit unter vollen Segeln quasi vor Warnemünde stillstanden. „Das war einmalig und hat auch mich innerlich berührt“, gestand der Hanse-Sail-Chef.

Im Mittelpunkt des Interesses der Schiffseigner stand die kurz vor der Hanse Sail getroffene Entscheidung der Bundesregierung, den langjährigen Streit über die Sicherheitsstandards in der Traditionsschifffahrt auszusetzen. Es stand zu befürchten, dass sie ihr teures Hobby beenden müssten, sollten auf ihren Schiffen die allgemeinen Standards gelten. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte bei der Eröffnung gesagt, dass er bei der Entscheidung zu einer zweijährigen Pause den gesunden Menschenverstand habe walten lassen.

An einigen Stellen sei laut Bellgardt zu merken, dass die Hanse Sail in den vergangenen Jahren stetig gewachsen sei. So gebe es teilweise Probleme mit den Parkplätzen oder auch der Versorgung der Schiffe und Stände mit Nachschub. „Das lief nicht rund.“ Aus Sicht der Polizei ging die 23. Hanse Sail völlig problemlos über die Bühne.

Nach Worten von Chef-Organisator Bellgardt waren die meisten Schiffseigner, die rund 30 000 Gästeplätze angeboten hatten, zufrieden mit der Zahl der Mitfahrer. Mit diesen Ausfahrten finanzieren sie den Unterhalt der Schiffe. Allerdings würden die Großsegler, die teilweise auch aus Filmen bekannt seien, hier wie Magnete auf die Besucher wirken. „Da hatten kleinere Schiffe Schwierigkeiten, auf einen grünen Zweig zu kommen.“

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