Geld von Falschparkern:

Knöllchen bessern kommunale Kassen auf

Sie blockieren Feuerwehrzufahrten oder Behindertenparkplätze - Falschparker sind nicht nur ein Ärgernis, sondern auch eine sprudelnde Einnahmequelle für Kommunen.

Der Schreck aller Falschparker: Eine Politesse im Einsatz.
Bernd Wüstneck Der Schreck aller Falschparker: Eine Politesse im Einsatz.

Mecklenburg-Vorpommerns Städte können ihre klammen Kassen dank tausender Falschparker ordentlich aufbessern. So bringen blockierte Auffahrten, Feuerwehrzufahrten oder zugestellte Behindertenparkplätze via Knöllchen zusätzliche Einnahmen für die Kommunen.

Neubrandenburg registrierte einen Anstieg der Knöllchen-Einnahmen. Die Summe stieg von 115 000 Euro (2013) auf rund 125 000 Euro im vergangenen Jahr. Zugleich erhöhten sich die Gebühren für Anwohnerparkplätze. Von 1991 bis 2012 zahlten Bewohner für einen Stellplatz im Jahr 20 Euro, seit 2013 sind es 31 Euro. Allerdings gibt es in der Vier-Tore-Stadt jede Menge kostenfreie Parkplätze. Für mehr als 6500 der 9300 Stellplätze brauchen Nutzer kein Ticket.

In Greifswald nahmen die Verwarnungen im ruhenden Verkehr drastisch zu. 2013 wurden bei 24 800 Parkverstößen fast 360 000 Euro eingenommen. 2014 gab es für 31 700 Knöllchen rund 506 000 Euro für die Stadtkasse. Sechs Kontrolleure sind unterwegs. Die Parkflächen für Bewohner seien zu Beginn dieses Jahres erheblich erweitert worden, erklärte eine Sprecherin. Gute Erfahrungen mache die Universitätsstadt mit einem modernen Parkleitsystem, das vor allem Besucher zu günstigeren Großparkplätzen lenke.