Bauarbeiten auf den Straßen:

Kommunen kämpfen gegen Schlaglöcher

Bevor Schnee und Eis über uns hereinbrechen, flicken die Kommunen noch einmal ihre Straßen. Reicht das?

Eines von Tausenden Schlaglöchern in Mecklenburg-Vorpommern. Vor dem Winter stopfen die Kommunen noch möglichst viele Schlaglöcher.
Jens Büttner Eines von Tausenden Schlaglöchern in Mecklenburg-Vorpommern. Vor dem Winter stopfen die Kommunen noch möglichst viele Schlaglöcher.

Jedes Jahr fließen mehrere Millionen in die Reparatur von Schlaglöchern in Mecklenburg-Vorpommerns Straßen. Zum Winter haben die Kommunen zwar die gröbsten akuten Schäden beseitigt. Doch einige alte Fahrbahnen erweisen sich als Dauerpatienten. So geht in Schwerin die Hamburger Allee, die wichtigste Verbindung zum Neubaugebiet Großer Dreesch, als Schlaglochpiste in die kommenden kalten Monate. Auch im neuen Jahr scheinen dringende Bauvorhaben auf Eis zu liegen, weil der Haushaltsplan 2014 von der Stadtvertretung gerade abgelehnt wurde. Neue Maßnahmen dürften nicht begonnen werden, sagte eine Sprecherin.

Neubrandenburg schaffte es dagegen, die Schäden des vergangen Winters weitgehend zu beheben. Kostenpunkt: rund 75 000 Euro. Dabei wurden Schlaglöcher im Regelfall kurzfristig "bituminös geflickt", also mit Bitumen ausgefüllt, teilte eine Sprecherin mit. Probleme allerdings gebe es weiterhin in den Wohngebieten mit älteren Beton- und Asphaltstraßen etwa in der Oststadt. Ein Millionenbetrag sei nötig, um das gesamte Straßennetz in der Stadt zu sanieren.

Laut Verkehrsministerium gibt es landesweit wegen des begrenzten Budgets klare Prioritäten für das Sanieren von Straßen. Dazu gehörten neben dem Alter auch der Zustand, die Verkehrsbelastung und die Sicherheit. 2013 standen für die Erhaltung von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen insgesamt 46,7 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich flossen bei akuten Schäden etwa 3,5 Millionen Euro für Sofortmaßnahmen, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. Durchgeführt wurden vornehmlich partielle Flickungen, Risssanierungen und Einzelflächenerneuerungen, wie es hieß.

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