Angeln ohne Erlaubnis:

Kontrolleuren gehen Hunderte Schwarzangler ins Netz

Rute, Rolle, Haken: Angeln kann eigentlich so einfach sein. Doch eine Fischjagd ohne die notwendigen Papiere kann richtig teuer werden. 

Wer dem Angeln frönen will, braucht nicht nur eine Angelerlaubnis, sondern auch einen Fischereischein, für den eine Prüfung abgelegt werden muss.
Ralf Hirschberger Wer dem Angeln frönen will, braucht nicht nur eine Angelerlaubnis, sondern auch einen Fischereischein, für den eine Prüfung abgelegt werden muss.

An vielen Seen, Bächen und Flüssen werden immer wieder illegal Fische entnommen. Für Fischereivereine und  Gewässerpächter sind die illegalen Angler längst zu einem Ärgernis geworden. „Uns entsteht da auch ein finanzieller Schaden“, sagt Axel Pipping, Geschäftsführer des Landesanglerverbandes in MV.

Fischereischein und Angelerlaubnis benötigt

Grundsätzlich benötigen Angelfreunde zwei Papiere, um ihrem Hobby zu frönen. „Wer ohne gültigen Fischereischein und Angelerlaubnis erwischt wird, erfüllt gleich mehrere Tatbestände auf einmal“, sagt Thomas Richter, Leiter der Abteilung Fischerei und Fischwirtschaft beim Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei MV (LALLF). So machen sich Schwarzangler bereits einer Ordnungswidrigkeit schuldig, wenn sie ohne Fischereischein angeln, erklärt Richter. Der Ausweis gibt seinem Inhaber das Recht, in Deutschland zu angeln. Das Angeln ohne einen Fischereischein wird mit einer Geldstrafe bestraft. Wer darüber hinaus keine Angelerlaubnis vorzeigen kann, begeht schon eine Straftat. Es drohen Geldstrafen von bis zu 2500 Euro sowie der Einzug der Angel.

2014 wurden von den Mitarbeitern des LALLF, der Wasserschutzpolizei und ehrenamtlichen Fischereiaufsehern etwa 36.000 Angler kontrolliert. Von diesen wurden 702 ohne die beiden Dokumente angetroffen. Daneben stellten die Kontrolleure andere Ordnungswidrigkeiten fest. So wurde im vergangenen Jahr 37 Mal gegen die Fisch-Mindestmaße verstoßen.

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