Gravierender Finanzbedarf angemeldet:

Krankenhäuser im Nordosten schlagen Alarm

Millionen haben Bund und Land nach der Wende in vielfach marode Kliniken gesteckt. Jetzt wurden und werden die Mittel aber deutlich heruntergefahren. Die Kliniken sprechen sogar von einer Unterfinanzierung.

Die Ausstattung von OP-Sälen muss auf dem neuesten Stand gehalten werden. Kommen Kliniken da  noch nach?
Uwe Anspach Die Ausstattung von OP-Sälen muss auf dem neuesten Stand gehalten werden. Kommen Kliniken da noch nach?

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Seit 2011 geht es kontinuierlich abwärts mit der Förderung von Baumaßnahmen für Krankenhäuser. Das Budget für die sogenannte Einzelförderung, aus der das Land große Baumaßnahmen der Kliniken fördert, wurde von 46,3 Millionen Euro im Jahr 2011 auf aktuell 30 Millionen Euro abgesenkt – Geld, das sich die 37 Krankenhäuser in MV teilen müssen.

Die Krankenhäuser müssten sich verstärkt auf die Bedürfnisse älterer Menschen einstellen und in entsprechende Stationen für Geriatrie (Altersmedizin) sowie die Palliativmedizin (Schmerzbehandlung) investieren. Der Finanzbedarf angesichts der alternden Bevölkerung sei gravierend, stellte Gudrun Kappich, Geschäftsführerin des Bonhoeffer-Klinikums Neubrandenburg, klar.

Indes sieht das Land keinen Handlungsbedarf. „Mit Blick auf die in der Vergangenheit erfolgte sehr gute Investitionsförderung an den Krankenhäusern im Land sind wir gut aufgestellt und halten auch die jetzige Krankenhausförderung für auskömmlich“, erklärte ein Sprecher des Sozialministeriums.

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