Gefahr für Bewohner:

Kreis Rostock ordnet Räumung von drei Pflegeheimen an

Die Vorwürfe gegen einen Pflegeheimbetreiber im Landkreis Rostock sind erschütternd. Und sie sind seit Jahren bekannt.

Gegen den Pflegeheimbetreiber gibt es schwere Vorwürfe.
Angelika Warmuth/Symbolbild Gegen den Pflegeheimbetreiber gibt es schwere Vorwürfe.

Der Landkreis Rostock hat wegen erheblicher Mängel die Räumung von drei Pflegeheimen in Güstrow und Krakow am See angeordnet. In allen Einrichtungen bestehe Gefahr für die insgesamt 30 Bewohner, wie ein Sprecher des Kreises am Donnerstag erklärte.

Die Heimaufsicht hatte bei Kontrollen unter anderem festgestellt, dass qualifiziertes Pflegefachpersonal fehlt und Räumlichkeiten für die Pflege schwerstpflegebedürftiger Menschen nicht geeignet sind. Gegen die Betreiberin der Unterkünfte ermitteln auch Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Betruges und der Körperverletzung.

Vorwürfe bestehen seit Jahren

Der Landkreis prüft seit 2013 Vorwürfe gegen die Betreiberin, sagte der Kreissprecher. Kontrolleure seien aber immer wieder abgewiesen worden. Erst am 14. April gelang es, die Zustände in den Heimen zu kontrollieren.

Als "würdelos" bezeichnete der Sprecher die Unterbringung von Pflegebedürftigen in einem von zwei Pflegeheimen in Krakow am See. Dort seien zwei Bewohner nach Kontrollen in ein Krankenhaus gebracht worden. Sollte der Räumungsanordnung nicht Folge geleistet werden, wurden insgesamt 19 000 Euro Zwangsgeld angedroht. Neue Patienten dürfen nicht aufgenommen werden.

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