Gürtel soll enger geschnallt werden:

Kreistag entscheidet über Finanzen der Seenplatte bis 2020

Der größte Landkreis Deutschlands diskutiert ein neues Haushaltskonzept: Um das Defizit zu senken, sind zahlreiche Einsparungen im Gespräch - von stärkerer Zentralisierung in Neubrandenburg bis hin zur Zusammenlegung von Schulen.

Der Sitz des Kreistages Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg.
Bernd Wüstneck Der Sitz des Kreistages Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg.

Der Kreistag der Mecklenburgischen Seenplatte steht am Montagabend erneut vor einer langen Sitzung. Beim letzten Treffen im Jahr 2014 sollen die Abgeordneten über die finanzielle Zukunft des größten Landkreises Deutschlands entscheiden. Dazu liegt dem Kreistag ein umstrittenes Haushaltssicherungskonzept von 2015 bis 2020 vor, das das jährliche Millionendefizit senken soll.

Zur Debatte steht unter anderem die Zentralisierung weiterer Ämter in Neubrandenburg, was schon zu Protesten bei Sozialverbänden und -vereinen führte. Außerdem wird über den Verkauf von Immobilien, die Zusammenlegung von Schulen und auch die Einstellung der aufwendigen, aber angeblich kaum genutzten Internet-Liveübertragungen vom Kreistag diskutiert.

Ohne Konzept spätestens 2017 überschuldet

Von dem neuen Konzept, das auch vom Schweriner Innenministerium gefordert wurde, erhofft sich die Verwaltung eine Senkung des Defizits von derzeit 22,5 Millionen Euro jährlich auf 5,7 Millionen Euro im Jahr 2020. Ohne dieses Konzept wäre der Kreis spätestens 2017 überschuldet, heißt es.

Lebhafte Diskussionen werden auch zu weiteren Ausgaben für die Unterbringung der steigenden Zahl der Asylbewerber und die Neuordnung von Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur erwartet. Höhere Einnahmen erhofft sich der Landkreis unter anderem von einer Neuausschreibung der Abfallentsorgung, die bisher durch die Ostmecklenburgisch Vorpommersche Verwertungs- und Deponie GmbH (OVVD) geleistet wird.

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