Geldsegen für Klassenfahrten:

Land gibt 300 000 Euro mehr aus

Klassenfahrten und Wandertage gehören zu den Höhepunkten im Schülerleben. Weil aber das Land jahrelang zu wenig Geld bereitstellte, fielen sie oft einfach aus.

Lernen nicht im Klassenzimmer: Wandertage und Klassenfahrten werden besser finanziert.
Zucchi Uwe Lernen nicht im Klassenzimmer: Wandertage und Klassenfahrten werden besser finanziert.

Das Land stockt seine Zuschüsse für Klassenfahrten und Wandertage von 400 000 auf 700 000 Euro pro Jahr auf. Mit dem Geld sollen die Reisekosten für Lehrer und andere Begleitpersonen beglichen werden. Die neue Richtlinie sei seit dem 23. September in Kraft, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) am Dienstag in Schwerin. Das Geld werde gestaffelt nach Klassenstufen an die Schulen ausgereicht, die frei darüber verfügen könnten. Der Erlass „Lernen am anderen Ort“ sei zudem deutlich vereinfacht und entbürokratisiert worden. „Die Mittel sind auf fünf Jahre festgeschrieben. Das gibt den Schulen Planungssicherheit“, betonte Brodkorb.

Der Minister räumte ein, dass die bisherige Finanzausstattung der Schulen in Mecklenburg-Vorpommern unzureichend war. Vielfach hatten Lehrer die Fahrten aus eigener Tasche bezahlen müssen oder wegen der Kosten die Teilnahme verweigert, so dass mitunter auch Fahrten ausfielen. Nach der Klage eines Lehrers war das bisherige Verfahren gerichtlich gestoppt worden.

Minister: Geld reicht nun

Brodkorb zeigte sich überzeugt, dass die jetzt bereitstehende Summe ausreichend sein wird, um alle geplanten Ausflüge und Reisen auch realisieren zu können. „Jeder Schule stehen künftig mindestens zehn Prozent mehr Mittel zur Verfügung. Für viele Grund- und Förderschulen verdoppeln sich die Zuschüsse vom Land sogar. Und bei besonders großem Betreuungsaufwand können vom Schulamt auf Antrag auch noch zusätzliche Gelder bewilligt werden“, erklärte der Minister. Dafür stünden 100 000 Euro bereit. Die Mittel seien im Etatentwurf des Landes verankert und stammten nicht aus dem 50-Millionen-Euro-Sonderprogramm für Bildung.

„Lernen am anderen Ort ist pädagogisch sinnvoll. Schülerinnen und Schüler machen andere Erfahrungen als beim Unterricht im Klassenzimmer“, begründet Brodkorb die Notwendigkeit von Klassenfahrten. Jede Schule erhalte ein Budget, das anhand der Klassenzahl berechnet werde. Für eintägige Wanderungen und Exkursionen werden je nach Klassenstufe 20 bis 25 Euro je Klasse ausgereicht. Für jede Klassenfahrt erhalten Grundschulen 180 Euro. In der Sekundarstufe I gibt es 300, in der Sekundarstufe II 400 Euro je Klasse. Förderschulen erhalten 360 Euro.

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