Zuschuss bis 3000 Euro angekündigt:

Land plant Finanzhilfen für Flüchtlings-Wohnungen

Der anhaltende Zustrom von Flüchtlingen stellt Kreise und Kommunen vor immer größere Probleme. Die Sammelunterkünfte sind weitgehend gefüllt. Nun wird nach leerstehenden Wohnungen gesucht, die rasch hergerichtet werden können. Das Land stellt Hilfe in Aussicht.

Jens Büttner Diese Flüchtlinge warten in der Erstaufnahmeeinrichtung in Stern-Bucholz bei Schwerin auf die Weiterfahrt mit Bussen. Die Sammelunterkünfte sind jedoch weitgehend gefüllt.

Die Landesregierung in Schwerin will kommunalen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften bei der Bereitstellung von Wohnungen für Flüchtlinge finanziell unter die Arme greifen. Bauminister Harry Glawe (CDU) plädiert dabei für Beihilfen von bis zu 3000 Euro je leerstehender Wohnung, die wieder hergerichtet wird. "Ob das Geld als Darlehen oder als direkter Baukostenzuschuss ausgereicht wird, darüber wird derzeit noch gesprochen", sagte der Minister in Schwerin.

Als sicher gelte jedoch, dass für zunächst 500 Wohnungen im Land noch für dieses Jahr die Zusicherung erfolgen wird. "Das Thema soll im November im Finanzausschuss des Landtags beraten und das Geld dann freigegeben werden", kündigte Glawe an.

Seinen Angaben zufolge hatte eine Umfrage unter den Wohnungsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern ergeben, dass etwa 8000 leerstehende Wohnungen relativ rasch für eine Nutzung hergerichtet werden könnten. Die Hälfte der förderfähigen Sanierungskosten könne das Land übernehmen, bis zur Obergrenze von 3000 Euro. Voraussetzung seien Mieten im gesetzlichen Rahmen und eine mindestens dreijährige Bindung.

Seit Jahresbeginn 15.000 Flüchtlinge in MV registriert

Kreise und Kommunen haben Asylbewerber bislang vor allem in einer der landesweit 21 Sammelunterkünfte untergebracht. Wegen des anhaltend großen Zustroms von Flüchtlingen wird bereits intensiv nach zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. Laut Glawe bieten sich dafür ungenutzte Mietwohnungen an. Allerdings sei der Leerstand regional sehr unterschiedlich. In Rostock oder Waren etwa gebe es derzeit kaum leerstehende Mietwohnungen.

In Mecklenburg-Vorpommern sind seit Jahresbeginn mehr als 15.000 Flüchtlinge registriert worden. Das sind bereits mehr als im gesamten bisherigen Rekordjahr 1992. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) rechnet 2015 mit 20.000 bis 25.000 Flüchtlingen im Nordosten.

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