Zahlung ab 2017:

Entgelt für Grundwasser in MV verdoppelt sich

Wirtschaftsunternehmer und Wasserversorger müssen künftig mehr für die Wasserentnahme aus der Natur bezahlen. Das werden sie auf die Haushalte umlegen. Mit den Einnahmen will das Land dem Bund Flächen entlang von Gewässern abkaufen.

Wirtschaftsunternehmer und Wasserversorger müssen künftig mehr für die Wasserentnahme aus der Natur bezahlen.
Lukas Schulze Wirtschaftsunternehmer und Wasserversorger müssen künftig mehr für die Wasserentnahme aus der Natur bezahlen.

Mecklenburg-Vorpommern verdoppelt mit dem neuen Landeswassergesetz das sogenannte Wasserentnahmeentgelt. Demnach müssen Wasserversorger und Industrieunternehmen, die das Grundwasser anzapfen, pro Kubikmeter künftig zehn Cent statt wie bisher fünf Cent an das Land zahlen, wie Agrarminister Till Backhaus (SPD) mitteilte. Wasserversorger würden das höhere Entgelt auf die Trinkwasserkosten umlegen. Einem Flyer des Ministeriums zufolge wird ein Zwei-Personen-Haushalt künftig rund 7,50 Euro statt 3,75 Euro pro Jahr bezahlen.

Das neue Gesetz war im Dezember mit dem Haushalt für 2016/17 vom Landtag beschlossen worden und ist seit dem 1. Januar wirksam. Da die Entgelte rückwirkend nach realem Verbrauch erhoben werden, fallen die höheren Kosten aber erstmals 2017 an. In Mecklenburg-Vorpommern wird nach Angaben des Ministeriums Trinkwasser zu etwa 80 Prozent aus Grundwasser gewonnen. Der Rest stammt aus Oberflächenwasser, für das geringere Entgelte erhoben werden.

Verbesserung des Gewässerzustandes

Das Land rechnet ab 2017 mit Einnahmen von jährlich etwa zehn Millionen Euro. Das Geld solle dazu dienen, dem Bund Flächen entlang von Flüssen wie Elde, Warnow oder Peene abzukaufen - insgesamt rund 2300 Hektar. Wenn die Flächen dem Land gehörten, sei die EU-Wasserrahmenrichtlinie besser umzusetzen, sagte Backhaus. Sie hat das Ziel, die Gewässer in einen guten, möglichst naturnahen Zustand zu versetzen. Kein Gewässer darf sich demnach verschlechtern.

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