Zentralabitur:

Land vereinheitlicht Pläne für Abiturfächer

Zentralabitur. Kaum ein Begriff aus der Bildungs-politik ist ideologisch so vorbelastet und so umstritten. Mecklenburg-Vorpommern aber besinnt sich auf alte Maßgaben.

Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD)
Stefan Sauer Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD)

An den Gymnasien in MV sollen für Kernfächer künftig wieder einheitliche und konkrete Lehrvorgaben gelten. Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) stellte am Montag in Schwerin die neuen Rahmenpläne für Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch vor. Diese würden vom Schuljahr 2015/2016 an angewendet und erstmals bei den Abiturprüfungen 2017 wirksam werden. „Wir kehren damit zurück zu altbewährten Dingen“, sagte Brodkorb. Bisher hätten die Schulen selbst auf Basis sehr allgemeiner Vorgaben eigene Rahmenpläne für den Unterricht erstellt. Dies erschwere aber ein Abitur mit einheitlichen Prüfungsaufgaben und vergleichbaren Ergebnissen.

Mit den verbindlichen Rahmenplänen für den Unterricht ab Klasse 11 würden nun etwa 80 Prozent des Lehrplans vorgegeben und so sichergestellt, dass ähnliche Lernstoffe vermittelt werden. Die Basis bildeten Bildungsstandards, auf die sich die Kultusminister der Länder verständigt hätten, erklärte Brodkorb.

Der Minister zeigte sich überzeugt davon, dass mit den neuen Rahmenplänen die Vergleichbarkeit der Leistungen im Land selbst deutlich besser wird. Für Gymnasiasten werde mehr verbindliches Fachwissen vorgegeben. Die Fachlehrer würden mit Schulungen auf die Veränderungen vorbereitet. Für Ende August sei ein erster Fortbildungskurs für die Fachberater an den Gymnasien geplant.

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