Gesundheitscheck für Teenies:

Mehr Jugendliche gehen zum Kinderarzt

Vorsorgeuntersuchung? Wer zwischen 12 und 14 Jahre alt ist, interessiert sich dafür meist herzlich wenig. Im Nordosten wurde darum Abhilfe geschaffen.

Immer mehr Kinder gehen zur Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt.
Patrick Pleul Immer mehr Kinder gehen zur Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt.

In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben die Landesgesundheitsämter 2014 mehr Mädchen und Jungen zur Vorsorgeuntersuchung „J1“ gelockt als je zuvor. Weit über die Hälfte der 12- bis 14-Jährigen war demnach für den kostenlosen Rundum-Check beim Kinderarzt. Eine Einladung an die Eltern hat dem Angebot zum Durchbruch verholfen.

Im Jahre 2012 hatte das Landesamt für Gesundheit und Soziales die „J1“ in das Einladungs- und Rückmeldesystem aufgenommen, das schon 2008 für die Reihe der U-Untersuchungen für Kinder installiert wurde. Auf Grundlage der Einwohnermelderegister erhalten Eltern der jeweiligen Altersgruppen eine Erinnerung für die anstehende Untersuchung, Kinderärzte rechnen die Teilnahme ab.

Teilnahme-Quote wuchs stetig

Bei der „J1“ ging es von knapp 38 Prozent 2008 auf rund 55 Prozent im vergangenen Jahr hinauf. Der Trend setzt sich 2014 fort, wo im ersten Quartal 59 Prozent der Eingeladenen beim Arzt waren. Noch deutlicher zeigt sich der Erfolg in Brandenburg, wie die Zahlen des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz belegen. Die Teilnahme-Quote wuchs über die Jahre stetig – von 2008 nur 23,8 Prozent auf nunmehr 55,3 Prozent.

Die „J1“ setzt die Reihe der Vorsorgeuntersuchungen für Kinder „U1“ bis „U9“ ins Teenager-Alter fort. In einer Zeit, die Körper und Gemüt extrem verändert, bieten Kinderärzte neben der allgemeinen Untersuchung auf Wunsch Problemberatung und Gesundheitsaufklärung an. Unter anderem informieren sie über den Schutz vor Viren, die durch Sexualkontakte übertragen werden, und überprüfen den Impfstatus.

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