Berater für Kommunen und Unternehmen:

Landesenergie- und Klimaschutzagentur öffnet in Stralsund

Eine landeseigene Gesellschaft berät künftig Kommunen, Unternehmen und Verbraucher über erneuerbare Energien. Am Mittwoch wird der Hauptsitz der LEKA in Stralsund eröffnet, zwei weitere in Schwerin und Neustrelitz sollen folgen.

Wie kann das Klima geschützt werden? Eine Agentur in Stralsund bietet dazu künftig Beratungen an.
Patrick Pleul Wie kann das Klima geschützt werden? Eine Agentur in Stralsund bietet dazu künftig Beratungen an.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern informiert künftig an drei Standorten mit einer landeseigenen GmbH über die Energiewende und den Klimaschutz. Am Mittwoch wurde in Stralsund der Hauptsitz der im Juli gegründeten Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern GmbH (LEKA) eröffnet. Die LEKA werde eine Erstberatung bieten und zudem Informationen zu anderen Beratungsstellen vorhalten. Die Beratungsangebote richteten sich zunächst an Kommunen, aber auch an Unternehmen und Verbraucher, sagte Pegel. Weitere Standorte der LEKA werden Neustrelitz und Schwerin.

Für die Grünen ist die Gründung der Agentur ein längst überfälliger Schritt. Allerdings hält die Partei die Personalausstattung mit derzeit drei Mitarbeitern für fragwürdig. Die Themen Energiewende und Klimaschutz verdienten eine ernsthaftere personelle Ausstattung als nur drei Planstellen, sagte der energiepolitische Sprecher der Grünen, Fabian Czerwinski. Wenn die Agentur nur damit betraut werden solle, das Bürger- und Kommunalbeteiligungsgesetz für die Windkraft umzusetzen, könnten Kernthemen wie Energieeinsparung, Energieeffizienz und Klimaschutz komplett unter den Tisch fallen.

Agentur arbeitet mit Fachhochschule zusammen

Die LEKA ersetzt zu Teilen eine Beratungsstelle für Kommunen, die bislang beim Städte- und Gemeindetag angesiedelt war. Die LEKA ist an der Fachhochschule in Stralsund angesiedelt. Damit sei der Zugang zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich von Erneuerbaren Energien und Klimaschutz gewährleistet, sagte Energieminister Christian Pegel (SPD).

In Neustrelitz informiert das Landeszentrum für erneuerbare Energien (Leea) seit 2012 über die Nutzung erneuerbarer Energien. Das Besucherziel von jährlich 30 000 wurde dort bislang deutlich unterschritten. Mit der Gründung der LEKA würden keine Doppelstrukturen geschaffen, sagte ein Ministeriumssprecher.

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