Der Nordosten wirbt mit drei neuen Filmspots :

Landluft, Lebensqualität und Laptop

Die kurzen Filmchen entführen in eine heile Wohlfühl-Welt. So sollen das Interesse an MV geweckt und junge Familien begeistert werden.

Der Film „Brötchen holen“ spiegelt gelebte Lebensqualität und Familienfreundlichkeit wider.
Landesmarketing MV Der Film „Brötchen holen“ spiegelt gelebte Lebensqualität und Familienfreundlichkeit wider.

Ein etwa Zehnjähriger, der mit dem Kanu Körnerbrötchen für Papa vom Bäcker zum Frühstück holt, zwei junge Frauen, die sich in einem Hochtechnologie-Unternehmen über ihre Wochenenderoberungen austauschen und ein Manager, der seine Frau anschwindelt – mit diesen drei Spots will das Land künftig weltweit für sich werben. Die Landesmarketing-Agentur präsentierte die jeweils 15 Sekunden langen Filme in Schwerin. Gezeigt werden sollen sie im Internet, aber auch in Kinos großer westdeutscher Städte, kündigte der Chef der Staatskanzlei, Christian Pegel, an. „Wir wollen stärker junge Leute und Familien ansprechen, zeigen wie lebenswert Mecklenburg-Vorpommern ist“. Deshalb verknüpften die Spots Tradition und Moderne, setzten auf die Natur des Landes, und seien auch „typisch norddeutsch-selbstironisch“.

Stillschweigen zu den Kosten

Die drei Spots wurden im Auftrag des Landesmarketings von der Kommunikationsagentur A&B One entwickelt und von Regisseurin Bettina Blümner in Zusammenarbeit mit der Firma „Archipelago Film“ umgesetzt. Eine Fortsetzung der Spotreihe sei für das kommende Jahr geplant, hieß es. Zu den Kosten für die Filme machten Pegel sowie Landesmarketingchef Peter Kranz-Glatigny keine Angaben – dafür aber zu Dauer der Drehzeit. Von der Idee bis zur kompletten Fertigstellung habe man ein halbes Jahr benötigt, sagte Kranz-Glatigny.

Zehnjähriger allein übern See

Unter anderem lag das am benötigten Wetter und an den besonderen Kulissen, erinnert sich Regisseurin Bettina Blümner. Beispielsweise beim Spot „Rushour“, der am Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf und Umgebung entstand. „Einen Dreh mit Tieren kann man natürlich nicht bis ins Detail planen. Außerdem sind Kraniche sehr sensible Tiere, die geschützt werden müssen“, so Blümner. Die 15 Sekunden zeigen dann einen Manager auf der Fahrt ins traute Heim, der seine Frau anruft, um ihr mitzuteilen, dass er in der Rushhour stünde. Was da aber steht, ist ein Klappstuhl – und auf ihm der Unternehmer, der per Fernglas die Rushhour der Kraniche beobachtet. Mit ähnlichen Tricks arbeiten auch die beiden anderen Spots, wobei immer eines gezeigt werden soll: bekannte Bilder mit der unberührten Natur auf der einen Seite und auf der anderen Potenziale wie Chancen auf Arbeit und Forschung, Lebensqualität und Familienfreundlichkeit. Ob es aber familienfreundlich ist, einen Zehnjährigen auf einen See mit dem Kanu zum Bäcker zu schicken, ist fraglich.

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