Gutes Essen:

Lebensmittelkontrolleure haben im Nordosten wenig zu beanstanden

Immer wieder schrecken Meldungen über Lebensmittelskandale Verbraucher auf. Die Lebensmittelkontrolleure versuchen, diese zu vermeiden. Fachminister Till Backhaus zeigte sich mit dem Schutz zufrieden.

Agrarminister Till Backhaus (SPD) Foto: Bernd Wüstneck
Bernd Wüstneck Agrarminister Till Backhaus (SPD) Foto: Bernd Wüstneck

Die Kontrolle von Lebensmittelbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern läuft nach Angaben von Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) auf hohem Niveau. Im vergangenen Jahr seien 56 Prozent der 14  622 Betriebe, die in irgendeiner Weise Umgang mit Lebensmitteln haben, kontrolliert worden. Dabei kam es zu 117 Bußgeldern und 48 Strafanzeigen, sagte Backhaus am Montag bei der Vorstellung der Bilanz 2014 im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei. Damit befinde sich die Zahl der festgestellten Mängel auf dem Niveau der Vorjahre.

Acht Anzeigen seien beispielsweise wegen der Abgabe verdorbener oder nicht zum Verzehr geeigneter Lebensmittel gestellt worden. 30 Anzeigen gab es wegen irreführender Kennzeichnung und eine, weil die sogenannte Verkehrsfrist von Hühnereiern nicht eingehalten wurde. Eine Verstärkung der Kontrollen sei nicht notwendig. „Das ist fernab jeder Realität und unverhältnismäßig. Wir können nicht in jeden Betrieb, hinter jede Theke einen Kontrolleur stellen“, sagte Backhaus.

Auch die Schlachthöfe und Zuchtbetriebe bekamen gute Noten

Insgesamt positiv seien auch die Kontrollen in Schlachthöfen, Tierhaltungsbetrieben und beim Einzelhandel auf Antibiotika-Rückstände ausgefallen, die zwischen Januar 2014 und Ende Mai dieses Jahres erfolgten. Von 6075 Proben gab es bei acht einen positiven Nachweis. Dies entspreche etwa einer Quote von 0,1 Prozent. Backhaus rief angesichts dieser geringen Zahl von festgestellten Antibiotika-Rückständen zu einer Versachlichung der Debatte darüber auf.

Wie Backhaus weiter berichtete, haben Verbraucher von sofort an die Möglichkeit, sich anhand sogenannter Hygienediagramme über die Hygiene in Lebensmittelunternehmen zu informieren. Danach werden die Betriebe einer Risikobeurteilung unterzogen, in die etwa der Umgang mit offenen oder verpackten Lebensmitteln einfließt. „Wer möchte, kann beim Fleischer, Bäcker oder im Restaurant nach den Hygienepunkten des Unternehmens fragen“, sagte Backhaus.

In Mecklenburg-Vorpommern haben laut Backhaus die zuständigen Behörden 2013 begonnen, den Lebensmittelunternehmern die erreichten Hygienepunkte bei den Vor-Ort-Kontrollen mitzuteilen. Auf Anfrage kann ein Unternehmer interessierten Verbrauchern das erreichte Ergebnis vorweisen.

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