Parteitag in Greifswald:

Linke startet durch Richtung Wahl 2014

Heidrun Bluhm bleibt an der Spitze der Linken im Nordosten. Sie führt die Partei nun in den Kommunalwahlkampf.

Die wiedergewählte Landesvorsitzende der Linken Heidrun Bluhm.
Jens Büttner Die wiedergewählte Landesvorsitzende der Linken Heidrun Bluhm.

Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern wird von Heidrun Bluhm in den Kommunalwahlkampf 2014 geführt. Auf dem Landesparteitag am Wochenende in Greifswald stimmten 88 Delegierte für eine weitere Amtszeit der Bundestagsabgeordneten, die ohne Gegenkandidaten angetreten war. Mit 84,6 Prozent fiel die Zustimmung der etwas mehr als 100 Delegierten für die 55-Jährige deutlich besser aus als vor einem Jahr. Damals war Bluhm nach dem Rücktritt des Landesvorsitzenden Steffen Bockhahn mit 66 von 88 Stimmen als erste Frau an die Spitze gewählt worden.

Als Stellvertreter für die nächsten zwei Jahre wurden die Landtagsabgeordnete Jeannine Rösler mit 82,1 Prozent und der Politikwissenschaftler Björn Griese mit 77,4 Prozent der Stimmen in ihren Ämtern bestätigt. Der Student André Walther bekam 74,5 Prozent.

Mit dem Landesparteitag starteten die Linken in die Vorbereitung auf die Kommunalwahlen im nächsten Mai. Ziel sei es, das Ergebnis von 2009 wieder zu erreichen, sagte Bluhm. Die Linke war damals mit 21,6 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft nach der CDU (31,8 Prozent) und vor der SPD (19,3 Prozent) geworden. Die Delegierten verabschiedeten kommunalpolitische Grundsätze, deren Ziel es ist, die Selbstverwaltung der Kommunen zu stärken und finanziellabzusichern.

Bluhm appellierte an die Partei, in den kommenden Wochen eine gute Mischung zwischen erfahrenen Genossen, sachkundigen Bürgern und jungen Kandidaten für die Wahlen zu finden. Zu den wichtigsten Aufgaben zählte sie die Mitgliedergewinnung. Die Partei habe rund 4500 Mitglieder. Die Zahl hat sich damit seit 2000 mehr als halbiert. Die personellen Kapazitäten würden die Linke an ihre Grenzen bringen. In Dörfern und in Betrieben gebe es immer weniger Genossen, von den Sorgen der Menschen erfahre die Partei von den Gewerkschaften oder aus den Medien.

Linksfraktionschef Helmut Holter rechnete auf dem Landesparteitag am Sonntag scharf mit der Politik der SPD/CDU-Landesregierung ab. Insbesondere kritisierte er den Umgang mit den Werften. Holter kündigte eine Klage gegen das neue Werftenförderungsgesetz vor dem Landesverfassungsgericht an.

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