Parteitag nach Wahlschlappe:

Linken-Chefin Bluhm bekommt Vertrauen

Die Lage der Linken nach der Landtagswahl ist ernst. Tief sitzt der Schmerz über den Verlust von 5,2 Prozentpunkten und die Degradierung zur kleinsten Oppositionspartei. Dennoch bleibt an der Parteispitze alles beim Alten - zumindest vorerst.

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch und die Landesvorsitzende der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Heidrun Bluhm
Jens Büttner Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch und die Landesvorsitzende der Linken in Mecklenburg-Vorpommern, Heidrun Bluhm

Die Linken in Mecklenburg-Vorpommern gehen trotz ihrem Debakel bei der Landtagswahl mit der bisherigen Parteispitze in den kommenden Bundestagswahlkampf. Parteichefin Heidrun Bluhm überstand eine Vertrauensabstimmung auf dem Parteitag in Güstrow. 68 Delegierte stimmten am Samstag für und 21 gegen sie.

Vier Delegierte enthielten sich. Bluhm hatte zuvor angekündigt, im Herbst 2017 nicht wieder für den Landesvorsitz zu kandidieren. "Ich als Vorsitzende dieser Partei trage die Hauptverantwortung für dieses Wahlergebnis, das uns alle so sehr schmerzt", sagte die 58-Jährige.

Um das Jahr bis zum Wechsel und zur Bundestagswahl gestalten zu können, hatte sie die Vertrauensabstimmung gefordert. Bluhm zeigte sich erleichtert nach dem Votum der Parteimitglieder. Sie habe nun ein richtig dickes Polster, um die Bundestagswahlen im kommenden Jahr vorzubereiten, sagte sie.

In ihrer gut 40-minütigen Rede sprach Bluhm von der Notwendigkeit zur Erneuerung der Partei. Die Linken hatten bei der Wahl nur 13,2 Prozent der Stimmen erhalten - ein historisches Tief. "Ein "Weiter so" kann es für uns ganz sicher nicht geben", sagte Bluhm.

Der bisherige Fraktionschef Helmut Holter kritisierte eine zu geringe Unterstützung von Teilen der Partei im Wahlkampf. Er forderte von den Linken, künftig wieder mehr auf die Straße zu gehen. Der 63-Jährige kündigte an, am kommenden Dienstag erneut für den Vorsitz seiner Fraktion zu kandidieren.

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