Wende im Bahn-Chaos:

Lokführerstreik endet am Sonnabend

Die streikenden Lokführer wollen nun doch früher als geplant wieder an die Arbeit gehen - als "Geste der Versöhnung". Bis Montagfrüh soll sich die Lage in Mecklenburg-Vorpommern wieder ganz entspannen.

Vorbei der Streik. Nur noch bis Sonnabendabend werden die Mitglieder der Gewerkschaft der Lokführer demonstrieren.
Soeren Stache Vorbei der Streik. Nur noch bis Sonnabendabend werden die Mitglieder der Gewerkschaft der Lokführer demonstrieren.

Normalisierung in Sicht: Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL wird den Bahnverkehr im Nordosten auch am Samstag noch beeinträchtigen - am Abend aber soll sich die Lage langsam bessern. Um 18 Uhr werde der sechste Ausstand im laufenden Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn vorzeitig beendet, kündigte die GDL am Freitag an.

Ursprünglich war der Streik bis Montagmorgen geplant. Am Sonntag müssen Reisende noch mit Einschränkungen rechnen. Bei der Bahn werde mit Hochdruck daran gearbeitet, schnell zum regulären Fahrplan zurückzukehren. "Das ist ein Kraftakt für die Kollegen", sagte Sprecher Holger Auferkamp.

Zuvor hatte die GDL einen Vorschlag der Bahn abgelehnt, zur Einheitsfeier am Sonntag wenigstens den Berlin-Verkehr vom Streik auszunehmen.

Die GDL-Lokführer hatten ihre Arbeit im Güterverkehr schon am Mittwoch niedergelegt, im Personenverkehr in der Nacht zum Donnerstag - und sich damit in Politik und Öffentlichkeit viel Kritik eingehandelt. Millionen Bahnreisende mussten improvisieren und sich ein auf schmales Zugangebot einstellen. Die Bahn fuhr am Freitag am zweiten Tag des Ausstands im Personenverkehr wie am Vortag nach Ersatzfahrplänen, mit denen sie rund ein Drittel der Personenzüge und die Hälfte der Güterzüge auf die Schiene brachte.