Von Polizei gestellt:

Männer dringen mit Messer bewaffnet in Flüchtlingsheim ein

Betrunken und bewaffnet mit einem Messer sind zwei Männer auf das Gelände eines Flüchtlingsheims in Parchim eingedrungen. Unklar blieb zunächst, was die beiden polizeibekannten Männer dort wollten.

Erneuter Polizei-Einsatz in einem Flüchtlingsheim in MV.
Patrick Pleul Erneuter Polizei-Einsatz in einem Flüchtlingsheim in MV.

Die Polizei in Parchim ermittelt gegen zwei Männer, die am Dienstagabend betrunken und mit einem Messer mit einer Klingenlänge von 20,5 Zentimeter auf den Hof einer Flüchtlingsunterkunft eingedrungen sind. Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch in Rostock sagte, handelt es sich um zwei 31 und 29 Jahre alte Parchimer, die wegen Eigentumsdelikten bereits polizeibekannt sind. Sie hatten am Abend gewaltsam eine Pforte im Zaun geöffnet, sagte eine Sprecherin des Malteser Hilfswerkes als Heimbetreiber. Mehrere syrische Flüchtlinge, die draußen auf einer Bank saßen, hätten die Männer mit dem Messer gesehen, seien ins Haus gegangen und holten einen Wachmann.

Die Eindringlinge seien erst geflüchtet, dann aber wiedergekommen und hätten gegrölt und den Wachmann beleidigt. Die alarmierte Polizei nahm die Betrunkenen auf dem Hof fest. Die Männer wurden zur Ausnüchterung mitgenommen, waren aber noch nicht vernehmungsfähig. Ein Test ergab, dass beide über zwei Promille Alkohol im Blut hatten. Nach Angaben der Polizei in der Nacht sollen sie sich dabei fremdenfeindlich geäußert haben. Es werde wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Hausfriedensbruch ermittelt.

"Die Männer kamen vom gegenüberliegenden Discounter und das war eine reine Besoffenenaktion", erklärte die Sprecherin des Heimbetreibers. In dem Haus leben etwa 50 Flüchtlinge in Wohnungen, die Asylbewerber sind in Parchim an einem anderen Ort untergebracht.

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