Landeserntedankfest:

Mahnende Worte an die Bauern

Die Landwirte in MV feiern ein Rekordjahr bei der Ernte. Der Preisverfall trübt jedoch die Stimmung.

Je größer die Erntekrone, desto größer die Bilanz.
Bernd Wüstneck Je größer die Erntekrone, desto größer die Bilanz.

Das Wetter hat es in diesem Jahr besonders gut gemeint mit den Bauern in Mecklenburg-Vorpommern. Bei vielen Feldfrüchten fuhren sie Rekordernten ein. So erreichte der durchschnittliche Ertrag bei Getreide mit 83,7 Dezitonnen pro Hektar einen neuen Spitzenwert.

Auch mit den Ergebnissen beim Raps oder bei den Zuckerrüben konnten die Landwirte am Sonntag in Neu Kaliß (Landkreis Ludwigslust-Parchim) bei ihrem 24. Landeserntedankfest zufrieden sein. Allerdings ist ihre Freude über die Rekordernte auch ein wenig getrübt. Die hohen Erntemengen ließen die Erzeugerpreise purzeln.

Bischof mahnt zur Achtsamkeit

Zum Abschluss des Landeserntedankfestes in Mecklenburg-Vorpommern wurde am Sonntag in der St. Johanneskirche zu Neu Kaliß der ökumenische Festgottesdienst mit anschließendem Festumzug gefeiert.

In seiner Predigt in der Johanneskirche warb der Schweriner Bischof Andreas von Maltzahn für „Achtsamkeit gegenüber der Natur“ und für Mitmenschlichkeit. „Sich satt essen zu können nach der Mühe eines Jahres ist in vielen Teilen der Welt nicht selbstverständlich“, erklärte von Maltzahn. Das habe nichts mit Schicksal zu tun, so der Bischof weiter: „Verantwortlich für die Klimakrise sind wir Menschen.“ Gerade in den reichen Ländern gebe es in vielen Bereichen ein Zuviel an Kohlendioxidausstoß, Energieverbrauch oder Fleischkonsum.

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