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Mecklenburg-Vorpommern drohen weitere Binnen-Hochwasser

Wochenlang überschwemmte Felder bis zum Horizont - das gab es zuletzt im Sommer 2011. Ein Experte sieht die Gefahr, dass so etwas häufiger in MV zu sehen ist, und gibt die Schuld dem Naturschutz.

Blick ins Tollensetal im Jahr 2011 bei Kessin: In diesem Zustand, so sagten langjährige Bewohner des Ortes, haben sie die Tollense in der Sommerzeit noch nie erlebt.
Christina Weinreich Blick ins Tollensetal im Jahr 2011 bei Kessin: In diesem Zustand, so sagten langjährige Bewohner des Ortes, haben sie die Tollense in der Sommerzeit noch nie erlebt.

Mecklenburg-Vorpommern drohen wegen zu strenger Artenschutzvorgaben weitere Hochwasser wie 2011. „Wir dürfen viele Gewässer erst nach dem 15. Juli mähen und "krauten" und brauchen dringend eine Trendumkehr“, sagte der Geschäftsführer des Landesverbandes der Wasser- und Bodenverbände Toralf Tiedtke am Freitag auf einer Tagung in Linstow.

Grund sei ein Erlass des Schweriner Umweltministeriums, das den Schutz vor Hochwasser nicht ausreichend berücksichtige. Damit könnten enorme Regenwassermengen, wie sie häufig Ende Juli/Anfang August auftreten, nicht schnell genug abfließen. 2011 war in drei Wochen die halbe Jahresmenge an Regen gefallen. Folge des wochenlangen Hochwassers waren verfaulte Wiesen, eine enorme Mückenplage und verunreinigtes Trinkwasser in Vorpommern.

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