Ältester Fall von 1970:

Mehr als 100 Langzeit-Vermisste in MV

Jährlich werden in Mecklenburg-Vorpommern weit über 1000 Menschen als Vermisst gemeldet. Darunter viele Kinder und Jugendliche. Doch nicht jeder Fall lässt sich aufklären.

In MV werden jährlich über 1000 Menschen als vermisst gemeldet. Dreiviertel der Fälle dreht sich um Kinder und Jugendliche.
Arno Burgi In MV werden jährlich über 1000 Menschen als vermisst gemeldet. Dreiviertel der Fälle dreht sich um Kinder und Jugendliche.

Mehr als 100 Menschen werden in Mecklenburg-Vorpommern seit längerer Zeit vermisst. Zum Jahresende waren 112 Personen, darunter 16 Kinder und Jugendliche, länger als acht Wochen verschwunden (Stand: 11. Dezember), wie das Landeskriminalamt an seinem Sitz in Rampe bei Schwerin mitteilte.

Viele Seeleute werden seit Jahrzehnten vermisst

Der älteste beim LKA registrierte Fall ist der von Helmut Beck. Er fiel am 19. August 1970 beim Reparieren seines Motorbootes in den Carwitzer See bei Neustrelitz. Trotz umfangreicher Suche konnte die Leiche bis heute nicht gefunden werden. Beck war damals mit Frau und Kind an Bord.

Weitere 26 Vermisstenfälle stammen aus den  Jahren 1973 bis 1979 – es handelt sich dabei um Seeleute, wie es hieß. Sie seien vermutlich von Schiffen der damaligen DDR über Bord gefallen.

Die Mehrheit der Vermissten sind Kinder und Jugendliche

Jährlich werden in Mecklenburg-Vorpommern laut LKA 1200 bis 1500 Vermisstenfälle registriert. In drei Viertel der Fälle handele es sich um Kinder und Jugendliche. Darunter seien auch sogenannte Dauerausreißer – und jedes einzelne Verschwinden werde gezählt. So seien in diesem Jahr ein Kind und ein Jugendlicher jeweils rund 40 Mal vermisst gemeldet worden.

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