MV schafft bewegliche Ferientage ab:

Mehr Freizeit im Spätherbst

Familien mit Kindern an unterschiedlichen Schulen wird es freuen: Mecklenburg-Vorpommern vereinheitlicht die bisher beweglichen Ferientage im Land. Außerdem sollen Busfahrten für Schüler dadurch günstiger werden.

Ein Grund zur Freude: In Zukunft haben Schüler und Lehrer in MV drei feste Ferientage mehr.
Patrick Pleul Ein Grund zur Freude: In Zukunft haben Schüler und Lehrer in MV drei feste Ferientage mehr.

Die drei beweglichen Ferientage pro Schuljahr, die jede Schule bislang selbst festlegen kann, werden in MV abgeschafft. Stattdessen sollen ab dem Schuljahr 2017/18 zwei dieser Tage landeseinheitlich um den Reformationstag am 31. Oktober herum gelegt werden, teilte das Bildungsministerium am Freitag in Schwerin mit. Dadurch gebe es zusätzliche (Kurz-)Ferien für alle im Spätherbst.

„Für Eltern mit mehreren Kindern bedeutet diese neue Regelung eine große Entlastung“, sagte Minister Mathias Brodkorb (SPD). Zum Beispiel müssen Eltern mit zwei Kindern, die verschiedene Schulen besuchen, bislang für die Betreuung ihrer Sprösslinge mitunter zusätzlich Urlaub nehmen, wenn die Ferientage der Schulen unterschiedlich sind. Außerdem soll zusätzlich der Schülerverkehr durch diese neue Regelung günstiger werden, da die Verkehrsbetriebe an diesen drei künftig festen Ferientagen keinen Schulbus mehr auf die Straße schicken müssen.

Weitere Neuerungen der Allgemeinen Ferienverordnung beschlossen

Der dritte bewegliche Ferientag wird nach der neuen Verordnung für die Jahre 2017 bis 2023 landesweit als Brückentag am Freitag nach Himmelfahrt genutzt.

Mit der neuen Regelung lasse sich auch die Inklusion besser umsetzen, so Brodkorb weiter. Sonderpädagogen, die an verschiedenen Schulen unterrichten, hätten dadurch ebenfalls drei ganze freie Tage. „Es kommt also nicht mehr vor, dass sie an einer Schule unterrichten können, an der anderen aber nicht, obwohl sie sich eigentlich im Dienst befinden.“

Die Allgemeine Ferienverordnung sieht noch weitere Neuerungen vor. So sollen die einwöchigen Herbstferien ab 2018 in der ersten Oktoberhälfte stattfinden. Die Idee dahinter: Der erste Unterrichtsblock nach Schuljahresbeginn soll dadurch verkürzt werden. Vor allem für Erstklässler sei dieser sehr lang gewesen. Eltern und Lehrer hätten sich eine solche Verkürzung gewünscht, sagte Brodkorb.

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