Tarifabschluss im Gastgewerbe MV:

Mehr Geld für Köche und Kellner

Nach diesem Abschluss liegt die Ausbildungsvergütung in Mecklenburg-Vorpommern über denen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt und auf gleicher Höhe mit Schleswig-Holstein.

Bernd Wüstneck Die Beschäftigten und auch die Auszubildenden im Gastgewerbe können sich über mehr Geld freuen.

Die rund 34 000 Beschäftigten im Hotel- und Gaststättengewerbe Mecklenburg-Vorpommerns bekommen von November an mehr Geld. Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Hotel- und Gaststättenverband des Landes (Dehoga) am Donnerstag nach Abschluss ihrer Tarifverhandlungen mitteilten, einigten sich beide Seiten auf eine stufenweise Lohnanhebung. Demnach steigen die Facharbeiterlöhne zum November um 3 Prozent und zum September 2016 um weitere 2 Prozent an. Für Lehrlinge beträgt das Plus laut NGG im ersten Schritt 6,3 und im zweiten nochmals 3,4 Prozent. Es wurde eine Laufzeit bis zum August 2017 vereinbart.

Der Arbeitgeberverband Dehoga sprach von "kurzen und intensiven, aber fairen Verhandlungen". Die Einstiegslohngruppe für ungelernte Mitarbeiter seien von den Steigerungen ausgenommen. Besondere Verbesserungen gebe es aber für Auszubildenden, deren Verdienste zunächst im ersten Ausbildungsjahr auf 520 Euro, im zweiten auf 590 Euro und im dritten auf 640 Euro stiegen. Im September 2016 komme nochmals ein Aufschlag von 20 bis 40 Euro dazu.

Die Ausbildungsvergütung in Mecklenburg-Vorpommern liege damit über denen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt und auf gleicher Höhe mit Schleswig-Holstein, betonte der Gaststättenverband. Geringe Verdienstmöglichkeiten wurden immer wieder als Hauptgrund genannt, weshalb jährlich etwa 1000 Lehrstellen in Gastronomie und Hotellerie des Landes Mecklenburg-Vorpommern unbesetzt bleiben.

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