Studie deckt Arbeitsverhältnisse auf:

Der Trend geht zum Mini- und Teilzeitjob

Haben Sie einen Minijob oder arbeiten in Teilzeit? Wenn ja, dann sind sie nicht alleine. Denn seit Jahren nehmen diese Art von Jobs zu. Vor allem Frauen bekommen den Trend zu spüren.

Frau wischt Boden
Vollzeit arbeiten? Nicht in Mecklenburg-Vorpommern.

Gegen den Bundestrend haben Leiharbeit, Minijobs und Teilzeit in Mecklenburg-Vorpommern weiter zugenommen. Wie aus einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler- Stiftung hervorgeht, betrug die Zahl dieser sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnisse 2013 rund 253 000. Das waren etwa 100 000 mehr als vor zehn Jahren und erneut 6000 mehr als 2012. Der Anteil der meist gering bezahlten Jobs erreichte mit 39,9 Prozent den bislang höchsten Wert im Nordosten. Er blieb aber immer noch spürbar unter dem Bundesdurchschnitt, der 2013 bei 43,3 Prozent lag (2012: 43,5), wie die Stiftung am Montag in Düsseldorf mitteilte.

Frauen setzen auf verkürzte Arbeitszeiten

Atypische Beschäftigungsverhältnisse sind im Osten weniger verbreitet, vor allem auch, weil Frauen mehr Vollzeitjobs haben als im Westen. Dennoch stieg auch in Mecklenburg-Vorpommern der Anteil der Frauen mit verkürzten Arbeitszeiten kontinuierlich auf inzwischen 34,6 Prozent. Bei den Männern betrug der Anteil der Teilzeitjobs im Vorjahr 8,8 Prozent. Als ein Grund dafür gilt die Dominanz von Gastgewerbe, Handel und Dienstleistungsunternehmen im Nordosten, traditionell Branchen mit vielen weiblichen Beschäftigten. Männer sind dafür aber mit 2,6 Prozent häufiger als Frauen (0,8 Prozent) in Leiharbeitsfirmen beschäftigt.

Ende 2013 waren in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 634 500 Beschäftigungsverhältnisse registriert. Diese Zahl überstieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (533 000) im Land um gut 100 000.

Welche Probleme damit verbunden sind

"Der weiterhin hohe Anteil atypischer Beschäftigung ist nicht unproblematisch", sagte Toralf Pusch vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Stiftung. "Häufig ist diese Arbeit geringer bezahlt und sozial schlechter abgesichert als im Normalarbeitsverhältnis, das gilt insbesondere für Leiharbeit und Minijobs." Bundesweit am stärksten verbreitet ist atypische Beschäftigung in Schleswig-Holstein mit 47,3 Prozent und Rheinland-Pfalz mit 46,5 Prozent.

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