Rettungskräfte im Dauereinsatz:

Mehrere Unwetter im Nordosten

Umgestürzte Bäume, überflutete Straßen - Zahlreiche Gewitter in der Region hielten die Rettungskräfte in Atem und hinterließen einige Schäden.

Die Gewitter der vergangenen Tage in der Region waren manchmal schön anzuschauen, wie hier im Hafen von Rostock. Sie hinterließen jedoch auch eine Schneise der Zerstörung.
Daniel Reinhardt Die Gewitter der vergangenen Tage in der Region waren manchmal schön anzuschauen, wie hier im Hafen von Rostock. Sie hinterließen jedoch auch eine Schneise der Zerstörung.

Immer wieder erneuerte der Deutsche Wetterdienst die Warnstufe in der Region in den vergangenen Tagen. Heftige Unwetter zogen über den Nordosten und hinterließen eine Spur der Zerstörung.

In Neubrandenburg bestimmten herabgestürzte Äste und blockierte Straßen am Sonnabend das Bild in der Stadt. Doch trotz der erheblichen Unwetterschäden kam es glücklicherweise zu keiner Lebensgefahr, bilanzierte die Polizei.

"Mächtig was 'runtergekommen" ist am Sonnabend auch in und um Friedland, wie die dortige Polizei berichtet. So sei die Feuerwehr unter anderem auf der B 197 in Richtung Kavelpaß im Einsatz gewesen, um die Fahrbahn von umgeknickten Bäumen zu befreien. In Pasenow war ein Ast auf einen geparkten Pkw gestürzt; der Schaden beträgt rund 6000 Euro.

In Wieck auf dem Darß schlug ein Blitz in ein reetgedecktes Haus ein. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Trotz des anhaltenden Starkregens dauerte die Brandbekämpfung durch die
alarmierten Feuerwehren an. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Der
Schaden beläuft sich auf geschätzte 200.000 Euro, wie die Polizei mitteilte.

Über 150 Unwetter-Einsätze im Landkreis Rostock

Auch der Landkreis Rostock wurde von dem Unwetter am frühen Samstagabend stark getroffen. Allein in Güstrow musste die Polizei 66 Mal ausrücken, wie das Landratsamt mitteilte. Eine freiwillige Helferin sei verletzt worden, als sie in einen offenen Gully trat, dessen Deckel offensichtlich durch den Wasserdruck hochgedrückt worden war. Sie zog sich Verletzungen am Schienbein zu und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

In einem Streifen von Lohmen im Südwesten des Landkreises über Güstrow und Tessin bis hin nach Graal-Müritz an der Küste zählte die Leitstelle 112 Einsätze, wie ein Landkreissprecher mitteilte. Meist mussten die Feuerwehren demnach umgestürzte Bäume von Straßen und geparkten Autos räumen und vollgelaufene Keller leer pumpen. Die Landesstraße zwischen Lohmen und Zehna sei zeitweise wegen mehrerer umgestürzter Bäume unpassierbar gewesen.

Am Sonntagmorgen wurde ein Transporter auf der Insel Rügen von einer Windböe erfasst und geriet von der Straße ab. Der 55 Jahre alte Fahrer versuchte gegenzulenken, verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und stieß gegen einen Straßenbaum, wie die Polizei mitteilte. Der Mann kam mit schweren Verletzungen per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.

Bahnstrecke zeitweise gesperrt

Die Uckermark kam nicht ganz so glimpflich davon. Der Stadtpark in Prenzlau wurde für die kommenden Tage gesperrt. Es bestehe Lebensgefahr durch abgebrochene Äste, die sich in den Baumkronen verfangen haben und jederzeit hinab fallen könnten, bestätigte auch der Bürgermeister der Stadt Hendrik Sommer. Die Einsatzkräfte der Stadt konzentrieren sich vorerst auf das Beräumen der Straßen und das  Leerpumpen von voll gelaufenen Kellern.

Besonders heftig traf es nach Angaben der Regionalleitstellen der Feuerwehr die Gegend nordöstlich von Berlin, die Niederlausitz und den Landkreis Oder-Spree.

Die Regionalbahnstrecke zwischen Bernau und Eberswalde bei Berlin musste am Samstag wegen Schäden an der Oberleitung und umgestürzter Bäume gesperrt werden, wie die Regionalleitstelle Nordost am Sonntag mitteilte. Der Deutschen Bahn zufolge sollte der Bereich am Sonntagmittag wieder freigegeben werden. Es kann demnach zu Verspätungen auf der Strecke zwischen Prenzlau und Berlin kommen.

Templin blieb weitestgehend verschont. Erst in der Nacht zu Sonntag musste ein Radweg wegen eines umgestürzten Baumes geräumt werden.

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