Studie zeigt:

Menschen in MV am unglücklichsten

Die jüngsten Erhebungen einer Studie für den sogenannten Glücksatlas ergaben, dass die Bürger Mecklenburg-Vorpommerns die niedrigste Lebenszufriedenheit besitzen.

Unglücklich sind die Bürger. Mecklenburg-Vorpommern liegt im bundesweiten Vergleich auf dem letzten Platz.
Paul Zinken Unglücklich sind die Bürger. Mecklenburg-Vorpommern liegt im bundesweiten Vergleich auf dem letzten Platz.

Geringe Einkommen und die Sorge um die eigene Gesundheit trüben das Wohlbefinden der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern so sehr, dass sie weiterhin die unglücklichsten in ganz Deutschland sind. Im sogenannten Glücksatlas, den die Deutsche Post als repräsentative Studie einmal im Jahr erhebt und am Dienstag in Berlin vorstellte, liegt der Nordosten 2016 trotz leicht verbesserter Stimmungslage erneut auf dem letzten Rang.

Auf einer Skala von 0 bis 10 ermittelten die Autoren für Mecklenburg-Vorpommern eine subjektive Lebenszufriedenheit von 6,77. Nur unwesentlich besser waren die Werte allerdings in Sachsen-Anhalt (6,78) und Brandenburg (6,80). Im bundesweiten Durchschnitt wurde eine Wert von 7,11 Punkten ermittelt. Die zufriedensten Menschen leben der Studie zufolge in Schleswig-Holstein mit 7,41 Punkten.

Einkommen im Nordosten am niedrigsten

Die Arbeitszufriedenheit erreicht in Mecklenburg-Vorpommern zwar den bundesweit vierthöchsten Wert unter den 19 untersuchten Regionen. Doch die nach wie vor schlechte Entlohnung schmälert dieses Empfinden wieder erheblich. "Das verfügbare Einkommen ist mit 17 486 Euro in keiner anderen Region so niedrig", konstatieren die Autoren der Studie. In Hamburg könne jeder Einwohner im Durchschnitt über 23 596 Euro im Jahr verfügen. Zudem würden die hohe Arbeitslosenquote von 10,4 Prozent und die bundesweit höchste Pflegequote von 45,4 Pflegebedürftigen je 1000 Einwohner das Gesamtempfinden in Mecklenburg-Vorpommern trüben.

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