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Messgeräte auf Mülldeponie schlagen an

Auf einer Mülldeponie in Nordwestmecklenburg sind radioaktive Windeln gefunden worden. Doch woher kommt die Strahlung?

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Stephanie Pilick Symbolbild

Strahlende Windeln haben bei einer routinemäßigen Kontrolle von angeliefertem Hausmüll auf der Deponie Ihlenberg (Nordwestmecklenburg) die Zeiger der Messgeräte ausschlagen lassen. Die schwach radioaktiven Strahlungsquellen stammten vermutlich von Patienten, die wegen Krebserkrankungen in Behandlung waren, sagte Deponie-Geschäftsführer Norbert Jacobsen. Neben Jod-131, das unter anderem in Kontrastmitteln bei medizinischen Untersuchungen eingesetzt wird, sei auch das ebenfalls in der Medizin verwendete Lutetium registriert worden.

Laut Jacobsen kommt es vier bis fünf Mal im Jahr zu solchen Funden. Der betroffene Müll werde dann separat gelagert. Innerhalb von etwa einem Monat klinge die Strahlung soweit ab, dass der Müll weiterbehandelt werden könne.