Gutachten vorgelegt:

Ministerium: Schafe möglicherweise vom Wolf gerissen

Die Tiere waren möglichen Angreifern schutzlos ausgeliefert gewesen, weil zuvor ein Sturm den Zaun der Koppel umgerissen hatte.

Patrick Pleul War es ein Hund oder ein Wolf? Jetzt liegt ein Gutachten vor, und das schließt zumindest nicht aus, dass tatsächlich ein Wolf die Schafe gerissen haben könnte.

Die Ende November im Landkreis Ludwigslust-Parchim gerissenen Schafe sind möglicherweise einem Wolf zum Opfer gefallen. Ein Gutachter schließt einen Wolf als Angreifer nicht aus, wie das Agrarministerium am Dienstag in Schwerin mitteilte. Auf einer Koppel bei Picher waren sieben Schafe getötet und zwei verletzt worden. Der Sturm hatte einen Wildschutzzaun so beschädigt, dass die Koppel für Wölfe oder Hunde zugänglich war. 

Das Agrarministerium wies Tierhalter im Wolfsgebiet darauf hin, ihre Vorkehrungen zum Herdenschutz zu überprüfen. Empfohlen werden mindestens 90 Zentimeter hohe Elektrozäune oder 120 Zentimeter hohe Maschendrahtzäune. Das Land unterstütze Tierhalter beim Kauf von Elektrozäunen, Herdenschutzhunden und dem Einbau eines Schutzes vor Untergraben der Zäune.  

In Mecklenburg-Vorpommern leben zwei Wolfsrudel - eins im Westen in der Lübtheener Heide, eins im Osten in der Ueckermünder Heide. Allein in der Lübtheener Heide wurden in diesem Jahr sechs Welpen geboren, im Vorjahr waren es fünf. Die vorjährigen Nachkommen sind Wolfsbeobachtern zufolge wahrscheinlich bereits weitergewandert. Bundesweit wird der Bestand an Wölfen auf rund 300 geschätzt.

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