Stern Buchholz:

Ministerpräsident besucht Erstaufnahmeeinrichtung

Fast 20 000 Flüchtlinge und Asylsuchende sind seit Jahresbeginn in MV eingetroffen. Trotzdem haust in dem Bundesland niemand mehr in Notunterkünften - dank einer zweiten Annahmestelle für Asylanträge.

Vor wenigen Wochen wurde in Stern Buchholz MVs zweite Annahmestelle für Asylanträge eingerichtet.
Bernd Wüstneck Vor wenigen Wochen wurde in Stern Buchholz MVs zweite Annahmestelle für Asylanträge eingerichtet.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) besucht am Montagnachmittag die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Stern Buchholz im Schweriner Süden. Dort arbeitet seit wenigen Wochen die zweite Annahmestelle für Asylanträge im Land. Seither können in Mecklenburg-Vorpommern täglich 200 Anträge aufgenommen werden, doppelt so viele wie zuvor. Sellering will bei seinem Besuch auch mit Anwohnern und Mitarbeitern der Malteser sprechen, von denen die Erstaufnahmeeinrichtung betrieben wird. Gespräche sind zudem mit Mitarbeitern der Bundesagentur für Arbeit geplant, die in Stern Buchholz Vorgespräche mit Flüchtlingen zu deren Fähigkeiten und Wünschen für den Arbeitsmarkt führen.

Notunterkünfte nicht belegt

Künftig sollen in den Erstaufnahmen in Schwerin-Stern Buchholz und Horst bei Boizenburg auch Integrationsbüros des Landes eingerichtet werden. Ziel ist es nach Aussage von Sozialministerin Birgit Hesse (SPD), die Flüchtlinge möglichst in die Kommunen zu vermitteln, in die sie am besten passen. Seit Jahresbeginn sind in Mecklenburg-Vorpommern knapp 20 000 Flüchtlinge und Asylsuchende registriert worden, mehr als die Hälfte davon seit September. Ende vergangener Woche gab Innenminister Lorenz Caffier (CDU) bekannt, dass trotzdem keine Notunterkünfte mehr belegt sind.

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